Archiv | 23. Februar 2010

Ohje: CDU-Chef bei Bündnis „Bunt statt braun“ (Neufassung wg.UhR)

Wie war das noch gleich??

Wir erinnern uns an das Solinger Bündnis „Bunt statt braun“, das 2007 und 2008 im Kampf gegen Wahlauftritte der NPD erfolgreich gewesen ist. Letzten Freitag fand ein erneutes Treffen mit etwa 30 Unterstützern statt. Der Grund für die Wiederaufnahme der Hetzkampagne ist die Kanditatur von Pro NRW in den beiden Solinger Landtagswahlkreisen. Pro NRW wird ja bekanntlich als „Rechtspopulist“ diffamiert, damit man nicht zuhören muss, was diese Menschen uns mitzuteilen haben. An dieser Kampagne – Verzeihung – in diesem Bündnis engagieren sich Verbände, Kirchen und Solinger Parteien, die bisher leider keine Unterstützung durch die CDU bekamen. Deren neuer Parteichef beweist sich aber mit seiner Courage gegen „Rechts“ und somit gibt es für alle Solinger ein Hoffnungsschimmer, endlich zur Masse zu gehören und nicht mehr selbst hinhören und nachdenken zu müssen.

Der Kreisverbandsvorsitzende der Solinger CDU, Dr. Peter Schmiegelow, kam der Einladung des Bündnisses nach und sieht es als Selbstverständlichkeit an, sich gegen Menschen und eine Partei auszusprechen, mit deren Gedankengut und Zielen er sich offenbar noch nicht einmal beschäftigt hat. Wie er im Gespräch mit der RP-Zeitung betonte, sei es „wichtig, dass auch wir als CDU Farbe bekennen.“ Auch die Gründungsväter der CDU hätten so sehr unter den Nazis zu leiden gehabt, dass seine Partei sich nun selbstverständlich gegen Faschismus zur Wehr setzen müsse.

Einwurf: Wo bitte gibt es heute noch Nazis? Seit wann ist Pro-NRW faschistisch? Ist berechtigte Kritik am Antideutschtum und der Kulturerhalt im eigenen Land etwa strafbar?
Naja… Weiter geht´s:

Schmiegelow vermittelt den Eindruck, leicht links angehaucht zu sein, da er deutlich macht, es sei absolut in Ordnung, Dinge für sich selbst zu betrachten und sich somit nicht gleichzeitig gegen Rechts- und Linksextremismus aussprechen zu müssen. Er sieht seine Partei ganz klar im „Kreis der Bunten“ und unterschätzt somit die Gefahr, für die klardenkenden Bürger als Mitläufer zu gelten. Dass er dem Ruf der gesund konservativen CDU damit schadet, scheint ihm ebenso wenig bewusst zu sein. Sein Amtsvorgänger Fabian Kesseler, der sich – immer, wenn es um die Rechten ging – fairerweise auch kritisch über die Linksextremen äußerte, war ihm aus gutbürgerlicher Sicht um einiges Voraus. Vernünftigerweise hielt sich die CDU damals dank Kesseler aus dem Bündnis heraus.

Schmiegelow hingegen betrachtet die zunehmende Gewalt von Links nicht als bedrohlich und findet es wichtiger, dass das Bündnis aktiv dazu beitrage, dass sich die jungen Menschen nicht „verführen lassen“, da die Rechten „intelligenter geworden sind“. Es sei für bürgerliche Parteien eine klare Aufgabe, dieser Intelligenz entgegen zu treten. Dass er sich durch solche Aussagen selbst immer weiter von der Realität entfernt, sieht er nicht. Dass er dadurch indirekt den Groll der Bevölkerung untereinander schürt, wird er auch nicht wissen, wenn es ihm keiner sagt. Einen Unterstützungsbeschluss innerhalb seiner Partei hält er für unnötig, immerhin, laut seiner Aussage an die RP: „Gibt es in unserer Partei Spezialisten für alle Bereiche, sei es Schul- oder Finanzpolitik. Ich fühle mich als Generalist und als dieser unterstütze ich das Bündnis „Bunt statt Braun“.“

Tolles Argument, Herr Schmiegelow! Bravo!

Eine themenbezogene Veranstaltung möchte das Bündnis bereits im März durchführen.

Na dann viel Spaß beim K(r)ampf gegen „Rechts“, bzw. alles, was nicht links ist!

Quelle: RP – http://www.rp-online.de/bergischesland/solingen/nachrichten/CDU-Chef-bei-Buendnis-Bunt-statt-braun_aid_822924.html

Dieser Beitrag wurde am 23. Februar 2010 in Allgemein veröffentlicht. 139 Kommentare