Mal ein bisschen Werbung für unsere russischen Freunde…

Dieser Beitrag wurde am 28. Februar 2010 veröffentlicht, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen mit dem Permanentlink. 21 Kommentare

21 thoughts on “Mal ein bisschen Werbung für unsere russischen Freunde…

  1. Ich habe die Trilogie „Der verdammte Krieg“ von Guido Knopp bei mir im Bücherregal. Darin erteilt er – in einhelliger Übereinstimmung mit Valentin Falin, dem früheren sowjetischen Botschafter der Sojetunion in Bonn, der auch das Vorwort dazu geschrieben hat – der These vom Präventivkrieg Hitlers gegen Stalin eine eindeutige Absage, ganz im Sinne der offiziellen wojetischen Geshichtsschreibung. Inzwischen mehren sich aber die Hinweise, daß Stalin sehr wohl einen Krieg gegen den Westen vorbereitete. Nur war er im Jahre 1941 dazu noch nicht in der Lage, da er wieder einmal kurze Zeit davor viele Offiziere der Roten Armee wegen angeblicher Putschpläne gegen ihn liquidiert hatte.

  2. Auch während des Krieges kochte er noch sein politisches Süppchen – am Beispiel Leningrads beschrieben (das steht so natürlich nicht bei Guido Knopp!)

    Die 900 Tage andauernde Blockade dieser Stadt kam Stalin nicht ungelegen. Er verabscheute und fürchtete sie. Die Leningrader hatten sich auch nach 1918, als die Hauptstadt wieder Moskau wurde, ihren unabhängigen Geist bewahrt. Für die Parteizentrale bedeutete dies eine latente Gefahr. Beispiele sind die Opposition der Leningrader Parteiorganisation um Sinovjev in den 20ern und das Bestreben seines Nachfolgers Kirov, Leningrad zum Vorbild für den sozialistischen Aufbau zu entwickeln. Kirov wurde am 1.12.1934 ermordet – Stalin soll seine Finger im Spiel gehabt haben – und die anschließenden Säuberungen trafen Leningrad besonders hart.
    Die Belagerung der Stadt hätte den unbequemen Geist dort endgültig brechen können. Als Leningrad auch diese Prüfung bestand, kam es Ende der 40er Jahre zu neuen Verfolgungen. Das Museum der Verteidigung Leningrads wurde geschlossen und das Blockadethema zum Tabu erklärt. Die damaligen Leiter der Stadt verschwanden in Lagern.Ihnen wurde vorgeworfen, den Sieg der Stadt über die Wehrmacht zu verherrlichen und Moskau den Hauptstadttitel streitig machen zu wollen.

  3. Die sowjetische Geschichtsschreibung ist stark ideologisch beinflußt. Bin überzeugt von der Präventivschlagsthese .

    * „Es ist über jeden Zweifel erhaben, dass Hitler den Krieg 1941 nur aus präventiven Gründen ausweitete.“
    (Taylor, A.J.P., „Die Ursprünge des Zweiten Weltkriegs“, a.a.O.) (vgl. „Nation Europa“, Coburg)

    Besonders neuere Forschungen – nach Durchsicht von frei gegebenem Archiv-Material bestätigen, dass die UdSSR einen Angriff auf Deutschland plante. Autoren wie Helmdach, Becker, Post, Kunert, Klüwer, Maser, Diwald, Topitsch, Taylor, Walendy, Hoffmann stützen diese fundamentale historische Einsicht.

  4. Zumal die deutsche Wehrmacht 1941 noch gar nicht vorbereitet war auf einen langen Feldzug gegen die damalige Sowjetunion.
    Ein simples Beispiel von vielen ist die mangelnde bzw. nicht vorhandene Winterausrüstung für die Soldaten der Wehrmacht.

    Der Angriff auf die Sowjetunion war definitiv eine Präventivschlag
    und die deutsche Wehrmacht kam den russischen Rotarmisten zuvor und somit wurde die Operation „Barbarossa“ und nicht die russische Operation „Gewittersturm“ durchgeführt.

    Das konnten auch die deutschen Landser feststellen, denn die Russen befanden sich überwiegend in einer offensiven Stellung und wurden somit ohne grösseren Widerstand überrollt.
    Erscheint mir sehr logisch, da fast keine Verteidigung in einer offensiven Stellung möglich ist.
    Auch wurde an vielen strategisch wichtigen Orten, grössere Ansammlungen an schweren militärischen Gerät vorgefunden.
    Alles in allem kann man sagen, dass sich hier das Sprichwort „Angriff ist die beste Verteidigung“ zu 100% bewahrheitet hat.

  5. Mein Großvater, einfacher Arbeiter, damals Obergefreiter und kein Bejubler des damaligen Systems hat immer mit seinen einfachen Worten erkärt, daß wir den Russen nur zuvorgekommen sind. Und ich, damals in der Schulzeit noch so ausgerichtet wie es die Alliiertengeschichtsschreibung haben wollte, hab ihn, weil ich meinen Lehrer mehr glaubte, solange widersprochen bis es es aufgab mit mir über den Krieg zu reden.
    Zu meiner Entschuldigung kann ich aber sagen, daß es damals noch nicht den Informationsfluss wie heute gab; das war noch vor dem Internetzeitalter.

    • Blut ist dicker als Tafelwasser. Ich habe noch nie jemandem mehr vertraut, als meiner eigenen Familie. Gerade die Großeltern müßten es doch am besten wissen, was damals war. Leider sterben die Zeugen jetzt aus und kaum einer wird sie noch fragen können, wie es ihnen erging.
      Da sieht man mal, daß die 68er gute Arbeit geleistet haben, wenn du sogar deinem Großvater widersprochen hast……… Wahrscheinlich kann man die sogar dafür verantwortlich machen, daß es heute kaum noch Familienzusammenhalt gibt😦 Traurig, traurig….

      • Warum hab ich dem Lehrer geglaubt ?
        Weil er die übergeordneten Zusammenhänge so schön darstellen konnte. Und so stand es in den Schulbüchern, in den Zeitungen, sagten es die Medien. Es gehört schon einiges dazu dieser Überzeugungskraft zu widerstehen. Das macht der Durchschnittsschüler nicht.
        Hingegen mein Großvater konnte sich nur geirrt haben, wie ich meinte.

  6. Das „Ostpreußenblatt“ rezensierte das Suworow-Buch bereits im Jahre 2000

    http://www.mitteleuropa.de/stalin-barbar01.htm

    … Am 21. Juni 1941 hatte Stalin 24000 Panzer. Am 22. Juni 1941 hatte Hitler 3410 Panzer an der Ostfront. Eigentlich hätte Stalins Panzer-Armada am 23. Juni durch Warschau rollen müssen, eigentlich hätten Hitlers Panzerdivisionen am 23. Juni nicht auf Minsk rollen dürfen.
    Durch einen Trick wurde aus schwarz weiß, indem man „bewies“, daß die Deutschen mehr Panzer hatten. Bei ihren Untersuchungen verschwiegen seit 1944 die sowjetischen Generäle, Marschälle, Professoren die Menge von 24000 Panzern Stalins. „Fünfzig Jahre lang ist diese Zahl in den offiziellen sowjetischen Veröffentlichungen nie aufgetaucht. Sie wurde erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den neunziger Jahren bekannt“, schreibt Suworow.
    Wie aber konnte man über den Krieg sprechen, ohne diese Zahl zu nennen ? Zu diesem Zweck gebrauchte man die Formulierung: „In der Roten Armee gab es am 21. Juni 1941 1861 neueste Panzer vom Typ T-34 und KW sowie viele veraltete und leichte Panzer.“ Allen Sowjethistorikern wurde befohlen, den Zusatz „sowie viele veraltete und leichte Panzer“ zu wiederholen. „Diese Formulierung ist völlig falsch“, betont Militärfachmann Suworow.
    Erstens besaß die Rote Armee am 22. Juni 1941 die neuesten Panzer T-40 und T-50.
    Zweitens gab es am 22. Juni 1941 in der Roten Armee 2040 Panzer vom Typ T-34 und KW.
    Drittens zählten zu den angeblich veralteten Panzern die Schnellkampfwagen BT-2, BT-5 und BT-7 mit amerikanischem Christie-Laufwerk und Dieselmotoren.
    In der Wehrmacht gab es 1941 nicht einen einzigen Panzer mit Dieselantrieb, breiten Panzerketten und großkalibriger Langrohrkanone. 24000 zu 3410: Die erste Zahl steht für den gigantischen Panzerkeil einer Angriffs-Streitmacht, und als solche war die Rote Armee lange vor dem 22. Juni 1941 strategisch geplant und im Westen der UdSSR konzentriert worden.
    Zu einem einzigen Zweck: Das Deutsche Reich zu überfallen. In einer blitzartigen Offensive. Als Erstschlag.
    Schon im Juli 1940 standen den Deutschen 120 sowjetische Divisionen gegenüber. Am 1. Mai 1941 umfaßte die offensive Entfaltung 178 sowjetische Großverbände an der Westgrenze, darunter 118 Schützendivisionen, 20 Kavalleriedivisionen, 40 mechanisierte Brigaden (Panzer).
    Zum 22.6.1941 war die Rote Armee dem deutschen Ostheer, was die Anzahl der Divisionen betraf, zwar „nur“ im Verhältnis 1,3 : 1 überlegen, bei den schweren Waffen war die sowjetische Übermacht, wie sich später herausstellte, erheblich. Bei der Artillerie betrug sie 8:1 und bei den einsatzbereiten Frontflugzeugen 4–5:1 …

  7. Vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wurde zu diesem Thema auch Generaloberst Jodl (1890-1946), der als enger militärischer Berater Hitlers zu gelten hat, vernommen.
    Seine Aussagen über die militärische Lage nach dem Polenfeldzug verdienen es festgehalten zu werden, weil Jodl auf politische Entscheidungen keinen Einfluß hatte. Die militärische Lage des Deutschen Reiches beurteilte er zu dem damaligen Zeitpunkt mit der Feststellung, daß es der deutschen militärischen Führung zunächst aufgefallen war, mit welchem Kräftepotential Rußland die Besetzung der baltischen Staaten, Polens und Bessarabiens einleitete. Meldungen der deutschen Abwehr und Horchabhörungen vermittelten zunächst nur ein skizzenhaftes Bild der Gesamtlage im Sommer 1940.
    Jodl wörtlich:
    „Im Sommer 1940 waren etwa 100 russische Divisionen entlang der Grenze, im Jahre 1941 waren es bereits 150 Divisionen, und die waren mit Nummern angegeben, also waren es zuverlässige Meldungen. Zum Vergleich dieser Stärke darf ich anführen, daß die englisch-amerikanisch-französischen Kräfte, die von Frankreich aus gegen Deutschland operierten, nach meiner Kenntnis niemals 100 Divisionen stark waren.“

    Auf eine weitere Frage, ob Hitler versucht habe, die entstandene politische Situation zu klären, bejahte Jodl dies mit folgender Aussage:

    „Er versuchte das durch die bekannte Besprechung mit Molotow, und ich muß sagen, daß ich auf diese Besprechungen große Hoffnungen setzte, denn die militärische Lage für uns Soldaten war doch so: mit einem sicheren neutralen Rußland im Rücken, das uns dazu noch belieferte, konnten wir den Krieg überhaupt nicht mehr verlieren. Eine Invasion wie am 6. Juni 1944 war völlig ausgeschlossen, wenn wir alle Kräfte zur Verfügung gehabt hätten, die wir in diesem gewaltigen Kampf in Rußland verbrauchten und verloren. Daß er ohne Not als Staatsmann, und letzten Endes war er auch ein Feldherr, eine solche Lage preisgibt, das muß ich sagen, ist mir keinen Augenblick in den Sinn gekommen. Und es ist eine Tatsache, daß er auch monatelang innerlich auf das schwerste mit diesem Entschluß gerungen hat, sicherlich beeinflußt durch die vielen Gegenvorstellungen, die sowohl der Reichsmarschall wie der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine als auch der Außenminister gegeben haben.“

    Über die Stärke der aufmarschierten gegnerischen Divisionen im Februar 1941 befragt, antwortete Generaloberst Jodl:

    „Im Februar 1941 waren 150 Divisionen gegen uns aufmarschiert …und möchte demgegenüber sagen, daß zu diesem seiben Zeitpunkt unser Aufmarsch begonnen hatte, was Halder in diesem Augenblick vortrug. Ich möchte ferner darauf hinweisen, daß aus dem Dokument C-39, USA-138, hervorgeht – es ist die Zeittafel für den Aufmarsch -, daß erst ab I. Juni 1941 die wirklichen Angriffsverbände, nämlich die Panzerdivisionen (14) und die 12 motorisierten Infanteriedivisionen, antransportiert worden sind, und zwar, wie aus der Bemerkung in der äußerste Spalte hervorgeht, daß sie sogar erst seit 10. Juni antransportiert worden sind. Ich erwähne das deswegen, damit man nicht sagt, ja, die deutschen Angriffsabsichten, die waren ja schon im Februar 1941 erkennbar.“

    http://www.kriegsdokumente.com/texte/1946-06-05-Jodl-Russlandfeldzug.html

    • Auch in Polen gibt es jetzt vereinzelt Stimmen (Veröffentlichungen), die das Vertreibungsunrecht an den Deutschen zumindest teilweise eingestehen. Diese werden aber vom „offiziellen“ Polen als „bezahlte Einflußagenten Berlins“ niedergemacht.

      Hast Du da vielleicht ein paar Links parat?

  8. Und was ich dazu schreiben kann ist immer wieder…….
    Russland und England waren die Hauptkriegsführer… und nicht Deutschland wie es immer so von den Siegermächten geschrieben wird. Weitere Kommentare erspar ich mir mal nun hier…. da unsere Politik und Geschichtsschreibung eh nichts ändert. Die alten Kameraden sterben aus, die Archive werden verfälscht oder kommen nie ans Tageslicht. Was würde ein Aufschrei durch die Welt gehen wenn die Wahrheit ans Licht käme….. Dafür sorgen andere das dies nie passiert…und wenn es unsere eigene Regierung ist

  9. DNVP :Hm…Ist dir da die Antwort und Faden durcheinander gekommen ?

    Das sollte eigentlich weiter oben landen!
    Ich wollte damit sagen, daß nicht nur in Rußland, sondern auch in Polen sich erste Stimmen gegen die „offizielle“ Geschichtsschreibung erheben.

  10. Steffen :Und was ich dazu schreiben kann ist immer wieder…….Russland und England waren die Hauptkriegsführer… und nicht Deutschland wie es immer so von den Siegermächten geschrieben wird. Weitere Kommentare erspar ich mir mal nun hier…. da unsere Politik und Geschichtsschreibung eh nichts ändert. Die alten Kameraden sterben aus, die Archive werden verfälscht oder kommen nie ans Tageslicht. Was würde ein Aufschrei durch die Welt gehen wenn die Wahrheit ans Licht käme….. Dafür sorgen andere das dies nie passiert…und wenn es unsere eigene Regierung ist

    Du sagst es . Für alle die das Thema Kriegsschuld noch interessiert :

    http://www.vorkriegsgeschichte.de und http://www.deutsche-armee.com und als Suchbegriff „Kriegsschuld“ eingeben. Dort finden sich ein paar interessante Videos und mehr.

  11. Also einmal zum Krieg gegen die Sowjetunion:

    Es gibt ein originales Tondokument wo man Adolf Hitler mit General Mannerheim reden hört. Das Tondokument wurde heimlich vom finnischen Geheimdienst aufgenommen und wird an deren Echtheit nicht angezweifelt. Hier erklärt Adolf Hitler höchstselbst das der Krieg zu keiner Zeit geplant war.

    Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=t_Xf3l7RjBk
    Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=AemGedeMFd4

    Informationen zu General Mannerheim:
    http://de.wikipedia.org/wiki/General_Mannerheim

  12. Es gibt noch ein schönes Dokument über den Kriegsanfang.

    Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof zu der Frage, ob Adolf Hitler den Krieg wollte -> http://video.google.de/videoplay?docid=4269536375438116428&hl=de&emb=1#

    Was man dazu Wissen sollte:

    Schultze-Ronhof ist ebenfalls Schriftsteller und hat das Buch „1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte: Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg“ geschrieben. Sehr zu empfehlen! Im Vortrag geht Schultze-Ronhof sehr detailliert auf alles ein, warum er sich so engagierte, wo er welche Quellen her hat etc pp.

    Wirklich unbedingt mal anschauen!

    Dazu als weiterführenden Tipp:
    http://www.amazon.de/1939-Krieg-Anlauf-Zweiten-Weltkrieg/dp/3789282294/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1268391696&sr=1-1

  13. Pingback: “Soldaten sind Männer, die offene Rechnungen der Politiker mit ihrem Leben bezahlen.” Sie verteidig(t)en uns… Doch wer verteidigt sie? « Mit Patriotismus zur Freiheit

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