Auf mehrfachen Wunsch: Die Philosophie der Dichter und Denker

Gedanken und Gedichte haben ein Zuhause

Seid selbst kreativ oder schweigt und genießt. „Die Gedanken sind frei“😉

Die Deutschen sind ein gemeingefährliches Volk:

Sie ziehen unerwartet ein Gedicht aus der Tasche und beginnen ein Gespräch über Philosophie.

Heinrich Heine
Heinrich Heine, 13.12.1797 – 17.02.1856

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(deutscher Dichter und Journalist)

61 thoughts on “Auf mehrfachen Wunsch: Die Philosophie der Dichter und Denker

  1. Der Spruch von Heine ist gut🙂 Den kannte ich noch nicht…

    Ich bin so frei eines meiner Lieblingsgedichte vorzustellen:

    Preußisches Band

    Gott muß müde gewesen sein, als er Dich machte
    Die sanften Hügel mit langsamer Hand ausbrachte
    Deine Weiten träumerisch mit allem betupfte
    Was er noch in seiner Kumme übrig wußte
    Große stille Wälder in tiefem Grün gesetzt
    Helle Sande mit lehmigem Sumpf benetzt
    Mank runde Steinchen, Heid‘ und kleine Seen
    Dort noch reiche fette Erde, glänzend schwer,
    Und Wiesen bis zum schaumigen Meer
    Hat dies noch mit goldnem Staub beschenkt
    Und einen Herzensstrom ganz hinein gelenkt
    Auch hellgrüne wilde Moore hat er ausgebracht
    Und Dich mit tiefblauen Riesenseen bedacht
    Alte Tiere in Urkraft waren da noch übrig
    Auch schnelle zähe Graue, ganz beliebig
    Die fand er, um sie forts bei Dir zu entlassen
    Denn alles kann in Deinem Garten wassen
    Zwei feine Striche noch mit dem Zeigefinger
    Und so warme Heime für die Fische immer
    Schließlich um alles noch in weitem Bogen
    Zwei große breite Ströme entlang gezogen
    Daß die Dich schützen mochten vor Zudringlichkeit
    Möglicher Nachbarn Neid, Unbild und Dreibastigkeit.

    Bei Dir hat er sich vor langer Zeit zur Ruh gelegt
    Herrjeh, nicht bemerkt, was um ihn vor sich geht
    Nicht Deiner Kinder Arbeit, Freude, Leid und Klagen
    Nicht Kriege, Cholera, Schwarzen Tod, Tartaren
    Jeden Stein haben sie einzeln geformt und gebrannt
    Für große rote Burgen gegen so vieler Feinde Hand
    Freund und Feind dabei zu unter***n
    War schwer im Unbestand zügelloser Zeiten
    Manche Klinge brach in des Freundes Rücken
    Doch keinem Täter darf so nichts glücken
    Graue Zeiten haben sie grob und hart gemacht
    Manche Mutter um ihr Puschekind gebracht
    Oft wurde ein Scheffel Roggen mühselig errungen
    Ein ***er Feind hat ihn so schnell entwunden
    Darum hat die lange Not die Kinder schließlich
    Zusammengeschweißt, preußisch unverdrießlich
    Immer wieder aufgebaut, Dein Gewand gehegt
    Dir blühende Felder und Chausseen darauf gelegt
    Haben sie Dir gegeben von ihrer Menschenart
    Und Du hast Sie dafür geprägt mit Deiner Art
    Mit Deinem sanften Reichtum hast Du ihnen
    Allmählich ihren weichen Kern gediehen
    Ganz weit und hubbrig warm die Frauenherzen
    Die Männer treu und grad wie Kirchenkerzen
    Land, Euer Nehmen und Euer Geben
    Kinder, dies Formen und dies Leben
    Solch Wirken durch die lange volle Zeit
    Hat ein unsichtbares Band Euch so geweiht
    Und auch wenn man Euch nun mit Gewalt zerrissen
    Verbindet’s alle – selbst die, die’s nicht wissen
    Denn Dein feinster gelber Materienstaub
    Ist in Deiner Kinder Seele fest eingebaut.

    Derweil aber Gott bei Dir schläft ist mir nicht so bang
    Petrus wird Dir darum unser aller Leben lang
    Von allem reichlich mehr als woanders geben
    Sonne, Wind, Eis, Schnee und Regen
    Darum strahlt Dein Himmel blauer
    Darum sind Deine Wasser klarer
    Deine Winter dauern lang, sind richtig Eis
    Die Sommer blumenreich und orndlich heiß
    Drum fliegt Adebar am liebsten zu Dir
    Und speist dann seine Kinder hier
    Jedes Jahr ist ihm kein Weg zu weit
    Zu Deiner still-langsamen Prächtigkeit
    So lange dies alles Petrus sorgsam tut
    Weiß ich, daß der Herrgott bei Dir ruht
    Bis er eines guten Tages endlich aufsteht
    Und mit den Menschen zu Gerichte geht
    Davor können die sich fürchten und zagen
    Die Deinen Garten plündern und umgraben
    Für sich nehmen was ihre Eltern nicht erschaffen
    Mit falschen Reden ihre Kinder sorglos machen
    Und die, die wes Wert sie nicht erraten
    Es in ***heit einfach nur zertraten
    Auch die, die sechs Tage ***fen und stehlen
    Am siebten schein heilig nicht in der Kirche fehlen
    Sie alle werden dann wohl nicht vergessen
    Und auch ich muß mich lassen messen
    Doch sollt‘ es sein, auch mein Leib wird dann verbrannt
    So weiß ich, ich tat alles gern für Dich, mein Heimatland.

    Jork Albat

  2. Goethe: „Der Groß-Cophta“ – Das Gedicht oben ist praktisch eine Zusammenfassung davon. Verklausulierter und verstreuter auch im Faust II. – Das sind alles olle Kamellen, aber man muß sie immer wieder in Erinnerung rufen.

    • Ist Faust2 eigentlich lesenswert? Hab den Einser schon mehrmals gelesen, jedoch noch nie den Zweier weil es hiess er sei etwas…naja…abschweifend?

      • Also ich hab ihn als Lektüre für zwischendurch im Schreibtisch (an meinem gänzlich anders gearteten Arbeitsplatz), hier mal ne Seite und da mal ne Seite. Am Stück lesen geht nicht. War auch so gedacht. Der Faust sollte „inkommensurabel“ sein, also quasi nicht zusammenpassen. – Vielleicht stell ich morgen ein passendes Stückchen rein.

  3. Heute werde ich dienstreisebedingt hier noch schweigend genießen,
    morgen werden meine Gedanken dafür umso heftiger sprießen……. 😉

  4. Es folgt ein äußerst subversives Gedicht!
    Max und Moritz, von Walther von der Vogelweide, aus dem Jahr 1226 –

    Epfel, biren, phlûmen steln,
    daz ist den beiden vîl genaeme.
    man roufet iedoch ach und wêhe
    swanne man nâch dem ende sehe.
    owê, daz was ein boese dinc,
    Wie ez Max und Moritz ginc.
    des hân ich hie, swaz si getriben,
    gemâlet unde ûfgeschriben.

    Der vogel ist uns wol bekant,
    der meien kever ist genant.
    in den boumen hîn und her,
    kriuchet unde vliuget er.

    In sîn bet gât ôhein fritze
    in der warmen züpfelmütze.
    sîne ougen macht er zuo,
    und nu hât er sîne rou.

    „buh“, schrîet er, „waz ist das hier.“
    und grîfet nâch dem boesen tier,
    und den ôhein, vol von grûsen,
    siht man ûz dem bette sûsen.
    hin und her und runt herümme
    vliuget allez mit gebrümme.

    disiu was diu vünfte tât.
    nu hoeret, wie ez vürder gât.

  5. Ein Gedicht was ich an dieser Stelle vorstellen möchte ist Pidder Lüng von Detlev von Liliencron. Es soll an der Nordseeküste recht bekannt sein, hier im Berliner Raum kennen es nicht so viele. Ich hatte es vor vielen Jahren mal in einem Gedichtband gelesen und es hat mich irgendwie beeindruckt. Glücklicherweise muss ich es nicht abtippseln, sondern ich habs mal schnell gegoogelt und bei Wikipedia gefunden:
    http://de.wikisource.org/wiki/Pidder_L%C3%BCng

    Gruß
    Andreas

  6. Aaaaahhhrggg,

    ick dachte, Du musst das hier erst genehmigen???
    Jetzt kann jeder Anti-Heini unsere intimsten Gedanken mitlesen……….
    Hahahahahaha, bist ja anders nicht mehr zu erreichen.
    Bis denne, Icke

    Ach so, bitte wieder löschen

    • Den anderen Kommentar kann keiner lesen. Der müsste wirklich erst genehmigt werden😉
      Danke für die lieben Grüße!! Die werden in Ehren gehalten.

  7. PS:
    Ick weeß imma noch nich, wer die Braut da oben RECHTS inna Ecke is.
    Stell doch ma een Foto von Dir ein.

  8. „Deutschland ist mir das Heiligste, das ich kenne! Deutschland ist meine Seele! Mein Halt, mein alles ist Deutschland. Es ist, was ich bin und haben muß, um glücklich zu sein! Das Schöne in den Augen der Kinder ist doch Deutschland, es ist die Treue, die Ehrlichkeit, der Fleiß der stillen Tat, die Anständigkeit, der Ruhepunkt im ziellosen Herumsuchen. Deutschland ist das, was mich gut macht! Die alten, verträumten Schlösser…, die lieben, windschiefen Häuser, die hochgiebeligen Städte, unser Hausrat, die Spinnenwinkel, die moosigen, klappernden Mühlen, die Sägen, der Christbaum, die Pfefferkuchen, das Fest, der Winter da draußen, die Schlittenschellen, die so segnend hereinklingen, dies alles ist Deutschland! Unsere Liebe ist deutsch, unser Zusammenhaltenmüssen, unser Aneinandergebundensein! Wenn Deutschland stirbt, so sterbe auch ich.“( Luise, (1776 – 1810), Königin, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz)

  9. WIR

    Durch unser Blut ward vor langer Zeit
    Germanien von den Römern befreit;
    ins leere Ostland sind wir geritten
    und haben dem Boden die Ernte erstritten.
    Im Kampf gegen Etzels Mongolenheer
    standen wir fest in Waffen und Wehr,
    und stürmten die Türken in mordendem Brand,
    so hielt auch hier deutsche Schildwache stand.
    Wir haben trotz der Herrschaft der Pfaffen
    ein blühendes Leben in Nordland geschaffen, –
    durch uns ward des Reiches Schutzbund errichtet,
    im Geiste das Übel der Welt schon vernichtet;
    Maschinen und stolze Dome erbaut
    und über die weitesten Grenzen geschaut.
    Wir haben Gedichte und Lieder erdacht,
    die Welt um ein Etliches reicher gemacht.
    Und lag die Heimat in klirrenden Ketten,
    und konnten wir sie nur im Kampfe noch retten,
    so war stets die Freiheit unser Gebot.
    Dem Edlen der Sieg – dem Dunkel der Tod!
    Wir stehen auch heute in finsterster Zeit
    für Deutschland zum brennenden Kampfe bereit,
    denn wir sind die ewig lodernde Kraft,
    die unserem Volke das Leben verschafft.

    Iwolf

  10. Grenzlandvolk

    Wir Grenzlandvolk, wir Notlandvolk,
    wir Volk aus tausend Wehen:
    In Blühen und Vergehen,
    im Herbststurm, der den Baum entlaubt,
    im Lenzsturm, Leuchten um das Haupt,
    wir säen, säen, säen,
    wir Grenz- und Notlandvolk.

    Wir säen Ernst und säen Kraft,
    wir Grenzlandvolk, wir Notlandvolk,
    und Korn bei Korn zu Halm und Saft,
    und säen saat, die Schicksal schafft,
    wir von der Grenze und der Not.

    So ewigher und ewighin
    wir Volk in Licht und glühen,
    wir wissen dienst und mühen
    und unseres Lebens letzten Sinn.
    wir sorgen nicht um Ruhm und Tand,
    wir säen Körner tief ins Land,
    wir säen freiheit, säen Brot,
    wir säen deutsches Morgenrot,
    wir von der Grenze und der Not.

    Franz Lüdtke

  11. gg :WIR
    Durch unser Blut ward vor langer ZeitGermanien von den Römern befreit;ins leere Ostland sind wir gerittenund haben dem Boden die Ernte erstritten.Im Kampf gegen Etzels Mongolenheerstanden wir fest in Waffen und Wehr,und stürmten die Türken in mordendem Brand,so hielt auch hier deutsche Schildwache stand.Wir haben trotz der Herrschaft der Pfaffenein blühendes Leben in Nordland geschaffen, -durch uns ward des Reiches Schutzbund errichtet,im Geiste das Übel der Welt schon vernichtet;Maschinen und stolze Dome erbautund über die weitesten Grenzen geschaut.Wir haben Gedichte und Lieder erdacht,die Welt um ein Etliches reicher gemacht.Und lag die Heimat in klirrenden Ketten,und konnten wir sie nur im Kampfe noch retten,so war stets die Freiheit unser Gebot.Dem Edlen der Sieg – dem Dunkel der Tod!Wir stehen auch heute in finsterster Zeitfür Deutschland zum brennenden Kampfe bereit,denn wir sind die ewig lodernde Kraft,die unserem Volke das Leben verschafft.
    Iwolf

    Wahnsinn, das Gedicht ist echt super!!!

    Hast Du es selbst verfasst?

  12. „Die Frauen von Nidden“

    Die Frauen von Nidden standen am Strand,
    über spähenden Augen die braune Hand,
    und die Böte nahten in wilder Hast,
    schwarze Wimpel flogen züngelnd am Mast.
    Die Männer banden die Kähne fest
    und schrieen: „Drüben wütet die Pest!
    In der Nied’rung von Heydekrug bis Schaaken
    gehen die Leute in Trauerlaken!“

    Da sprachen die Frauen: „Es hat nicht Not,
    vor unsrer Türe lauert der Tod,
    jeden Tag, den uns Gott gegeben,
    müssen wir ringen um unser Leben.

    Die wandernde Düne ist Leides genug,
    Gott wird uns verschonen, der uns schlug!“ –
    Doch die Pest ist des Nachts kommen,
    mit den Elchen über das Haff geschwommen.

    Drei Tage lang und drei Nächte lang
    wimmernd im Kirchstuhl die Glocke klang;
    am vierten Morgen schrill und jach,
    ihre Stimme in Leide brach.

    Und in dem Dorfe, aus Kate und Haus,
    sieben Frauen schritten heraus,
    sie schritten barfuß und tief gebückt
    in schwarzen Kleidern buntbestickt.

    Sie klommen die steile Düne hinan,
    Schuh und Strümpfe legten sie an,
    und sie sprachen: „Düne, wir sieben
    sind allein noch übriggeblieben.

    Kein Tischler lebt, der den Sarg uns schreint,
    nicht Sohn und nicht Enkel, der uns beweint,
    kein Pfarrer mehr, uns den Kelch zu geben,
    nicht Knecht noch Magd ist mehr unten am Leben.

    Nun, weiße Düne, gib wohl acht:
    Tür und Tor ist dir aufgemacht,
    in unsre Stuben wirst du gehn,
    Herd und Hof und Schober verwehn.

    Gott vergaß uns, er ließ uns verderben.
    Sein verödetes Haus sollt Du erben,
    Kreuz und Bibel zum Spielzeug haben –
    nur, Mütterchen, komm uns zu begraben!

    Schlage uns still ins Leichentuch,
    du unser Segen, einst unser Fluch. –
    Sieh, wir liegen und warten ganz mit Ruh.“ –

    und die Düne kam und deckte sie zu.

    Agnes Miegel – 1879 bis 1964.

  13. Worte von Rudolf Herzog sind endlich Fleisch geworden!
    Seine Vision wurde Realität:

    De3X – EINE DEUTSCHE LEGENDE

    Ein Meldereiter, am Helm die Hand:
    „De3X – der Feind im Land!
    Tausende von Antifanten gleich sengenden Kosaken!
    Die Dörfer brennen, die Städte loh’n…“
    De3X winkt ab: „Schon gut, mein Sohn“,
    und steht mit steifem Nacken;
    kein Muskel spielt in ihrem Erzgesicht.
    „Nur ein paar Tausend?….Das lohnt sich nicht.“

    Ein Meldereiter in blutigem Hemd,
    sein Ackergaul keuchend die Beine stemmt:
    „Patriotische Bürger und Bauern
    auf der Flucht, und der Feind hunderttausend rund!“
    Starr steht De3X. Nur um Aug‘ und Mund
    ein leises, lachendes Lauern.
    „Gewehr bei Fuß. Es bleibt beim Verzicht:
    Hunderttausend – die genügen mir nicht.“

    Ein Meldereiter – so reitet der Tod!
    Deutschlands Himmel wie Blut so rot.
    „Heraus, berichte, bei deiner Ehre“
    „Eine Sintflut Antifanten – eine viertel Million!“
    In den Sattel schwingt sich De3X schon
    und donnert:“An die Gewehre!
    Kinder, nun hab‘ ich die Ratzen zu Hauf‘!
    Nun lohnt es, nun schmettert die Tatzen drauf!“

    Ein Meldereiter auf schweißendem Tier
    durch Deutschlands Fluren ins Hauptquartier.
    Wild schwingt er die Siegesreiser auf schäumendem Ross.
    „Meldung von der Front!“ – „Schnell – sie besagt?“
    „Eine viertel Million Antifanten zum Teufel gejagt!“
    „Das lohnt sich“, lachte der BOSS.
    Und der Reiter, mit letzter Atemqual steht er da:
    „Verehrter BOSS – ganz die Meinung – der gesamten NHA.“

    • Das Original ist das Hindenburg-Gedicht.
      Aber es ist perfekt abgewandelt, so das die Interpretation unseres künftigen Reichskultuminister Kairos verdientermaßen mit Fettdruck belohnt wurden.

    • Mein lieber Kairos…😀

      Ach könnt´ ich´s sagen, wie ich grad´ will,
      würdest Du nichts vernehmen; es bliebe still.
      Hast nahezu sprachlos das Sprachrohr gemacht,
      die Antifanten sogar um die Hoffnung gebracht;
      mich zerstören zu können, den Kampf zu gewinnen,
      nun werden die Spinner sich endlich besinnen.

      Was jetzt? Sie kennen nun ihr bitteres Ende –
      das Gedicht von De3X, der deutschen Legende.
      Sie verschenkten bereits ihre kostbaren Leben,
      lohnt es sich, ihnen noch eine Chance zu geben?
      Ehrenhaft, ein Deutscher immer war und auch ist,
      kein – wie man ihm stets unterstellte – Faschist!

      Drum nehm ich dem Feind den Plan und´s Gewehr
      bin gnädig, lasse ihn ziehen und lasse ihm mehr,
      als nur sein beschämtes, hochrotes Gesicht,
      er findet den Weg schon allein zum Gericht…
      Er kennt sich ja aus, ist der Beste im Klagen,
      darf nun sich selbst richten mit quälenden Fragen.

      „Warum nur? Weshalb? Wie kam die Wahrheit ans Licht?
      Was tun, wenn nun unser Trugschloss zerbricht?“
      Ganz ängstlich, was wohl mit ihm jetzt passiert,
      quälen ihnen Gedanken mit Erinnerungen garniert –
      an die Verbrechen am Deutschtum, ganz bleich steht er da;
      doch Rache wollen wir nicht – nur die Wahrheit,
      wie sie wirklich war…

  14. Und an die Adresse von Florian Röpke:

    Es kann die Ehre dieser Welt
    dir keine Ehre geben,
    was dich in Wahrheit hebt und hält,
    muß in dir selber leben.

    Wenn’s deinem Innersten gebricht
    an echten Stolzes Stütze,
    ob dann die Welt dir Beifall spricht,
    ist all dir wenig nütze.

    Das flücht’ge Lob, des Tages Ruhm,
    mgast du dem Eitlen gönnen;
    das aber sei dein Heiligtum,
    vor dir bestehen können.

    Theodor Fontane

  15. Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an,
    das halte fest mit deinem ganzen Herzen,
    hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft.

    Friedrich Schiller

  16. Was auch der Feind uns nehmen mag,
    doch soll er uns nicht rauben
    die Hoffnung auf den besseren Tag
    und unseren deutschen Glauben.

    Friedrich Lienhard

  17. Ich hoffe es ist nicht zu lang.

    —————————————

    Der Glaube, wie ihn das erste Christenthum verlangt und nicht selten erreicht hat, inmitten einer skeptischen und südlich-freigeisterischen Welt, die einen Jahrhunderte langen Kampf von Philosophenschulen hinter sich und in sich hatte, hinzugerechnet die Erziehung zur Toleranz, welche
    das imperium Romanum gab, — dieser Glaube ist nicht jener treuherzige und bärbeissige Unterthanen-Glaube, mit dem etwa ein Luther oder ein Cromwell oder sonst ein nordischer Barbar des Geistes an ihrem Gotte und Christenthum gehangen haben; viel eher scholl jener Glaube Pascal’s, der auf schreckliche Weise einem dauernden Selbstmorde der Vernunft ähnlich sieht, — einer zähen
    langlebigen wurmhaften Vernunft, die nicht mit Einem Male und Einem Streiche todtzumachen ist.
    Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit des Geistes; zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung.
    Es ist Grausamkeit und religiöser Phönicismus in diesem Glauben, der einem mürben, vielfachen und viel verwöhnten, Gewissen zugemuthet wird: seine Voraussetzung ist, dass die Unterwerfung des Geistes unbeschreiblich wehe thut, dass die ganze Vergangenheit und Gewohnheit eines solchen Geistes sich gegen das Absurdissimum wehrt, als welches ihm der „Glaube“ entgegentritt.
    Die modernen Menschen, mit ihrer Abstumpfung gegen alle christliche Nomenklatur, fühlen das Schauerlich-Superlativische nicht mehr nach, das für einen antiken Geschmack in der Paradoxie der Formel „Gott am Kreuze“ lag. Es hat bisher noch niemals und nirgendswo eine gleiche Kühnheit im Umkehren, etwas gleich Furchtbares, Fragendes und Fragwürdiges gegeben wie diese Formel: sie
    verhiess eine Umwerthung aller antiken Werthe. — Es ist der Orient, der tiefe Orient, es ist der orientalische Sklave, der auf diese Weise an Rom und seiner vornehmen und frivolen Toleranz, am römischen „Katholicismus“ des Glaubens Rache nahm: — und immer war es nicht der Glaube,
    sondern die Freiheit vom Glauben, jene halb stoische und lächelnde Unbekümmertheit um den Ernst des Glaubens, was die Sklaven an ihren Herrn, gegen ihre Herrn empört hat. Die „Aufklärung“
    empört: der Sklave nämlich will Unbedingtes, er versteht nur das Tyrannische, auch in der Moral, er liebt wie er hasst, ohne Nuance, bis in die Tiefe, bis zum Schmerz, bis zur Krankheit, — sein vieles verborgenes Leiden empört sich gegen den vornehmen Geschmack, der das Leiden zu leugnen scheint.
    Die Skepsis gegen das Leiden, im Grunde nur eine Attitude der aristokratischen Moral, ist nicht am wenigsten auch an der Entstehung des letzten grossen Sklaven-Aufstandes betheiligt, welcher mit der französischen Revolution begonnen hat.

    aus: Friedrich Nietsche – Jenseits uvon Gut und Böse – Seite 46 – 1885

  18. Inwiefern das neue kriegerische Zeitalter, in welches wir Europäer ersichtlich eingetreten sind, vielleicht auch der Entwicklung einer anderen und stärkeren Art von Skepsis günstig sein mag, darüber möchte ich mich vorläufig nur durch ein Gleichniss ausdrücken, welches die Freunde der deutschen Geschichte schon verstehen werden. Jener unbedenkliche Enthusiast für schöne
    grossgewachsene Grenadiere, welcher, als König von Preussen, einem militärischen und skeptischen Genie — und damit im Grunde jenem neuen, jetzt eben siegreich heraufgekommenen Typus des Deutschen — das Dasein gab, der fragwürdige tolle Vater Friedrichs des Grossen, hatte in Einem Punkte selbst den Griff und die Glücks-Kralle des Genies: er wusste, woran es damals in Deutschland
    fehlte, und welcher Mangel hundert Mal ängstlicher und dringender war, als etwa der Mangel an Bildung und gesellschaftlicher Form, — sein Widerwille gegen den jungen Friedrich kam aus der Angst eines tiefen Instinktes. Männer fehlten; und er argwöhnte zu seinem bittersten Verdrusse, dass sein eigner Sohn nicht Manns genug sei. Darin betrog er sich: aber wer hätte an seiner Stelle sich nicht
    betrogen? Er sah seinen Sohn dem Atheismus, dem esprit, der genüsslichen Leichtlebigkeit geistreicher Franzosen verfallen: — er sah im Hintergrunde die grosse Blutaussaugerin, die Spinne Skepsis, er argwöhnte das unheilbare Elend eines Herzens, das zum Bösen wie zum Guten nicht mehr
    hart genug ist, eines zerbrochnen Willens, der nicht mehr befiehlt, nicht mehr befehlen kann.
    Aber inzwischen wuchs in seinem Sohne jene gefährlichere und härtere neue Art der Skepsis empor — wer weiss, wie sehr gerade durch den Hass des Vaters und durch die eisige Melancholie eines einsam gemachten Willens begünstigt? — die Skepsis der verwegenen Männlichkeit, welche dem Genie zum Kriege und zur Eroberung nächst verwandt ist und in der Gestalt des grossen Friedrich ihren ersten Einzug in Deutschland hielt. Diese Skepsis verachtet und reisst trotzdem an sich; sie untergräbt und nimmt in Besitz; sie glaubt nicht, aber sie verliert sich nicht dabei; sie giebt dem Geiste gefährliche Freiheit, aber sie hält das Herz streng; es ist die deutsche Form der Skepsis, welche, als ein
    fortgesetzter und in’s Geistigste gesteigerter Fridericianismus, Europa eine gute Zeit unter die Botmässigkeit des deutschen Geistes und seines kritischen und historischen Misstrauens gebracht hat.

    Dank dem unbezwinglich starken und zähen Manns-Charakter der grossen deutschen Philologen und Geschichts-Kritiker (welche, richtig angesehn, allesammt auch Artisten der Zerstörung und Zersetzung waren) stellte sich allmählich und trotz aller Romantik in Musik und Philosophie ein neuer Begriff
    vom deutschen Geiste fest, in dem der Zug zur männlichen Skepsis entscheidend hervortrat: sei es zum Beispiel als Unerschrockenheit des Blicks, als Tapferkeit und Härte der zerlegenden Hand, als zäher Wille zu gefährlichen Entdeckungsreisen, zu vergeistigten Nordpol-Expeditionen unter öden und gefährlichen Himmeln. Es mag seine guten Gründe haben, wenn sich warmblütige und oberflächliche
    Menschlichkeits-Menschen gerade vor diesem Geiste bekreuzigen: cet esprit fataliste, ironique, méphistophélique nennt ihn, nicht ohne Schauder, Michelet.

    Aber will man nachfühlen, wie auszeichnend diese Furcht vor dem „Mann“ im deutschen Geiste ist, durch den Europa aus seinem „dogmatischen Schlummer“ geweckt wurde, so möge man sich des ehemaligen Begriffs erinnern, der mit ihm überwunden werden musste, — und wie es noch nicht zu lange her ist, dass ein
    vermännlichtes Weib es in zügelloser Anmaassung wagen durfte, die Deutschen als sanfte herzensgute willensschwache und dichterische Tölpel der Theilnahme Europa’s zu empfehlen.

    Man verstehe doch endlich das Erstaunen Napoleon’s tief genug, als er Goethen zu sehen bekam: es verräth, was man sich Jahrhunderte lang unter dem „deutschen Geiste“ gedacht hatte. „Voilà un homme!“ — das wollte
    sagen: „Das ist ja ein Mann! Und ich hatte nur einen Deutschen erwartet!“

    Friedrich Nietzsche – Jenseits von Gut und Böse – 1885 – Seite 210

  19. DER NIKOLAUS AUF WANDERSCHAFT

    Ich hab’s geschafft, hier hab ich Glück,
    der weite Weg liegt nun zurück!
    Ich zog durch das Sudetenland,
    wo ich sonst immer Deutsche fand.
    Doch wo ich ging, wohin ich schaute,
    ich hörte keine deutschen Laute …

    Im Böhmerwald war’s stumm und still –
    ein eigenartiges Gefühl!
    Ich war in Brünn, in Neutitschein,
    wo mochten nur die Deutschen sein?
    In Iglau, Olmütz, Trautenau
    vergeblich ich nach Deutschen schau‘.

    In Teplitz, Aussig, Bodenbach
    ging ich vergebens ihnen nach.
    Wollt Bergleut‘ finden ich in Brüx,
    fand nur ein Riesenloch, sonst nix.
    Bin auf die Höhen dann gestiegen,
    sah Berg und Täler vor mir liegen:

    den Borschen und den Millischauer
    umhüllten Wolken voller Trauer.
    Vom Keilberg bis ins Egertal,
    mein Schauen wurde mir zur Qual.
    In Komotau, in Karlsbad,
    das deutsche Wort gefehlt mir hat.

    In Duppau und in Lauterbach,
    die Städt’ planiert mit roh‘ Gewalt.
    In Schlaggenwald im Egerland
    hab‘ Stadt und Leut‘ nicht mehr erkannt.
    Verlass’ne Landschaft ringsumher,
    die trauten Dörfer gab’s nicht mehr.

    Stift Tepl hatte ich im Sinn –
    die Mönche fort, wer weiß wohin.
    An Falkenau und Kulm entlang,
    am Wallfahrtsweg führt‘ mich mein Gang
    Der Geigenkauf in Graslitz dort
    Mißlang – ich war enttäuscht vom Ort.

    Ich lief in Egers Marktplatz rum,
    die Kirchenglocken blieben stumm,
    zog nach Marienbad und auch Plan,
    doch traf ich keine Deutschen an.
    Ich eilte weiter, kreuz und quer.
    Wo kamen nur die Fremden her?

    Die Sprache konnt‘ ich nicht versteh’n.
    Was war in diesem Land gescheh’n?
    Gar viele Häuser standen leer,
    verfallen wohl noch viele mehr.
    Wohin mich lenken meine Schritte,
    wo gab es noch die deutsche Sitte ?

    Mich hat’s nach Reichenberg verschlagen,
    dort wollt ich nach den Deutschen fragen.
    Hab‘ mich in Gablonz umgeschaut:
    Kein deutsches Wort, vertrauter Laut.
    Vom Jeschken kam ich dann sogleich
    in Berggeist Rübezahls Bereich.

    Und als ich auf der „Koppe“ stand,
    er auf mein Rufen zu mir fand.
    „Die Deutschen“, sprach der alte Herr,
    „gibt’s im Sudetenland nicht mehr.
    Wer nicht erschlagen, wurd‘ vertrieben,
    nur ich bin hier zurückgeblieben.
    Unsterblich, wie die Zeit beweist,
    verbleib‘ ich da als deutscher Geist
    und warte drauf, bis wieder mal
    man DEUTSCH mich ruft. ‚HERR RÜBEZAHL !'“

    So zog ich schließlich westwärts dann,
    traf endlich meine Deutschen an.
    Landauf, landab, wohin ich zieh‘,
    in Bayern, Schwaben find‘ ich sie.
    Aus Wehmut, Schmerz entsproß der Keim:
    Sie schufen sich ein neues Heim
    in Deutschland oder Österreich,
    der Schweiz, selbst über’m großen Teich.
    Ich seh‘ im Schein der Weihnachtskerzen,
    daß Ihr die Heimat tragt im Herzen
    und folgt den Ahnen auf der Spur,
    was Brauchtum angeht und Kultur.
    Was Euch die Heimat hat gelehrt,
    hat in der Fremde sich bewährt.
    Das finde ich sehr lobenswert,
    drum bin ich gern hier eingekehrt,
    – wie einst daheim im strengen Winter,
    als ich beschenkte Euch als Kinder.
    Will wiederkommen nächstes Jahr.

    Aus: „Der Egerländer“, 11/2003

  20. Thor

    Kannst du Thor widerstehen?
    Kannst du hemmen des Flusses Lauf?
    Hältst du den Sturm ab zu wehen,
    oder Bäume zu wachsen hinauf?

    Wenn Du Blitzen wehrst einzuschlagen,
    oder Erdbeben bringst zur Ruh,
    dann könntst du den Donnerer wagen –
    denn soviel gehörte dazu

    © Michael Schütz – Asatru Ring Frankfurt

    • Hör, Thor

      Hör, Thor, jetzt, wo wir zusammen wandern

      und ich dein Lokemund sein soll,

      da verspreche mir, dass du mich beschützen willst,

      auch morgen und wenn zehn Jahre vergangen sind,

      denn die Joten hassen mein Lachen

      und die Gygen kühlen mein Geschlecht

      und ich werde alt und verliere an Stärke.

      Da schwing deinen Hammer und lass deinen Krieger

      nicht im Hinterhalt sterben oder in Ketten,

      denn der Kampf ist noch nicht gewonnen,

      so mächtig und kalt sind die Joten dieser Zeit

      im Sinn von Milliarden von Menschen.

      Ich weiss, du wirst bleiben und ich weiss, du wirst gewinnen,

      während ich bald weiter gehen werde,

      bald wird mein Lokemund schweigen,

      mein Frejamund wird nicht mehr singen

      und Gautes Pfeile werden nicht mehr

      so scharf vom Bogen fliehen.

      Darum, Thor, verspreche mir, dass du mich

      beschützen willst, wenn die Feinde meines Mutes

      mir drohen und mir Angst machen, jetzt, vielleicht bald,

      oder wenn zehn Jahre vergangen sind.

      © Dan Nielsen. Dänisches Original: „Hør, Thor

  21. (Versform: Fornyrdhislag)

    Klage um die Söhne

    Zu schwer fällt´s mir
    Die Zunge zu rühren
    Mit des Liedes
    Lustiger Waage.
    Schlimme Aussicht
    Für Odins Sangmet:
    Laß ihn frei,
    Verließ der Seele!

    Walvater raubt´ einst
    Wonnigen Trank
    Jubelnden Lieds
    Aus Jötunheim.
    Des Gedankens Burg
    Birgt ihn bei mir:
    Kummer quält mich –
    Sonst quöll er hervor.

    Fehlerfrei
    Fügt ich Lieder.
    Bragi schweigt
    Bei Bödvards Tod!
    Brankdet, Wogen,
    Ymirs Blut,
    An den Grabhügel
    Gríms, meines Ahns!

    Denn dahin
    Stirbt mein Haus
    Wie das Geäst
    Im ächzenden Sturm!
    Nicht lacht der Mann,
    Der den Leichnam trägt
    Des Sippen voll Gram
    Die Gruft hinab!

    Mächtig drängt´s
    Mich der Mutter Tod
    Und des Vaters
    Fall zu klagen.
    Den Lippen entringt sich
    Des Loblieds Stoff,
    Geziert mit der Sprache
    Sprießendem Laub.

    Grimm ist die Lücke,
    Die grollend das Meer
    Riß in der Sippe
    Reihen so dicht.
    Offen bleibt,
    Unausgefüllt
    Des Sohnes Platz:
    Die See ihn schlang!

    Ran hat mich Armen
    Rauh gepackt!
    Arm bin ich
    An alten Freunden!
    Das Meer zerriß,
    Was mich verband
    Mit festem Faden
    Ans Vaterhaus.

    Könnte mein Schwert
    Schlichten die Sache:
    Der Brauer der Wogen
    Brauste nicht mehr!
    Wäre des Sturms
    Freund zu bestehen,
    Stritt ich mit Ägirs
    Ekeler Braut.

    Die Kraft versagen
    Im Kampf doch würde
    Gegen den Mörder
    Meines Sohns.
    Allem Volk
    Vor Augen tritt
    Die Ohnmacht ja
    Des alten Manns.

    Die tückische Flut
    Vieles mir nahm:
    Des Geschlechtes Fall
    Schlimm ist zu künden,
    Seit sein Schirm
    Schied aus dem Leben,
    Ein zu Walhalls
    Wonnen ging!

    Ich weiß es selbst:
    In meinem Sohne
    Nimmer gewahrt ich
    Niederen Sinn,
    Wäre der Schildbaum
    So schön gereift doch,
    Bis ihm Odin
    Ehren gewährt.

    Des Vaters Wort
    Gefiel ihm zumeist,
    Sprach auch dagegen
    Das ganze Volk.
    Dem Alten half er
    Im Hause immer,
    Stets seiner Kraft
    Stütze daheim!

    Oft im Grunde
    Meines Geistes
    Brütet ich:
    Bin brüderlos!
    Traurig denk ichs,
    Tobt der Kampf rings,
    Spähe nach Freunden
    Und spreche zu mir:

    „Wer wohl stünde
    Wehrhaften Sinns
    Noch dem alten
    Egil bei?“
    Oft bedarf ich´s,
    Da alle schwanden:
    „Vorsichtig fliegt,
    Dem die Freunde fehlen!“

    Zu finden ist schwer
    Im ganzen Volk
    Ein Freund ja, dem
    Man voll vertraut.
    Nicht selten sah ich
    Sippenmörder,
    Die Rache verkauft
    Für rote Ringe.

    Man sagte mir,
    Ersatz bekäm ich
    Für diesen Sohn nur,
    Zeugte selbst ich andre.
    Auch fänd ich nie
    So nahen Mann,
    Daß Bruderlieb´
    Er brächte mir!

    Des Menschen Kreis
    Meid ich gerne,
    Säh ich auch jeden
    Versöhnlich hier!
    Ins Luftreich stieg
    Meines lieben Weibes
    Sohn, die alten
    Ahnen zu seh´n!

    Der die Asen
    Mit Ale bewirtet,
    Ägir bleibt mir
    Ewiger Feind.
    Wußt er nicht
    In seinem Wahn,
    Daß meines Verstands
    Steuer er knickte?

    Den früheren Sohn
    Schon Fieberhitze
    Grimmig entriß
    Dem greisen Mann:
    Den fehlerlosen,
    Nach dem nie frugen
    Nachreden, üble,
    Und neidiger Haß.

    Gern denk ich dran,
    Wie ins Götter-Reich
    Des Menschen Freund
    Frisch mir erhob
    Des Geschlechtes Esche,
    Die ich gepflanzt,
    Und meines Weibes
    Wonnefrucht!

    Ich stand mich gut
    Mit der Gere Fürsten,
    Und ich vertraute
    In Treue ihm,
    Bis der Freund
    Des frohen Sieges
    Mich trog und mir
    Die Treue brach!

    Nicht weihe Verehrung
    Vilis Bruder
    Ich aus Lust:
    Denn lieblos war er.
    Doch gab Mims Freund
    Guten Ersatz
    Für böses Leid:
    Die Buße schätz ich!

    Des Wolfes Feind,
    Gewohnt der Kämpfe,
    Gab mir eine Kunst –
    Keine ist besser –
    Und einen Sinn,
    Der sicher schafft
    Aus Ränkeschmieden
    Rührigsten Freund!

    Schlecht ist mir zu Mut:
    Die Schwester steht
    Von Walvaters Feind
    Am Vorgebirge.
    Doch will gern
    Gutwillig warten
    Ich auf Hel
    Mit heitrem Sinn.

    Egil Skallagrímsson (* um 900, † um 985)

  22. Gebet für einen Verstorbenen

    Liebe/r … (Name des/der Verstorbenen),
    du hast die Segel gesetzt für die große Reise,
    du hast dich aufgemacht für die lange Fahrt.
    Wir sind gekommen, um dir Lebwohl zu sagen
    als einem, der für eine Weile weggegangen ist,
    aber den wir am Ende unserer eigenen Reise wiedersehen werden.

    Mögen die Disen dich unterwegs begleiten,
    und dich sicher auf die andere Seite bringen.
    Sleipnir, trage ihn/sie nach Asgard!
    Schiff der Vanen, bring ihn/sie sicher voran
    an den Platz, wo er endlich sein wird.

    Ihr Götter, Asen und Vanen,
    empfangt die Seele unseres geliebten Verstorbenen,
    sorgt für ihn und behütet ihn.
    Laßt ihn ausruhen, und in eurer Gegenwart glücklich sein,
    so wie er euer war in Midgard, so laßt ihn auch jetzt sein,
    für immer und alle Tage.

    Liebe/r …, bring unseren Ahnen von uns Nachricht,
    und unseren Lieben, die vor uns gegangen sind.
    Bringt zu ihnen unsere Liebe und unsere Ehre,
    halte uns einen Platz frei in ihren Hallen,
    so daß wir uns alle wiedersehen am Ende der Reise.

    Liebe/r …,
    eine Weile werden wir dein Gesicht nicht unter uns sehen,
    und obwohl wir dich und deine Gesellschaft in unserem täglichen Leben vermissen,
    bist du immer noch in Gemeinschaft mit uns, und wir mit dir.

    Wir sind geeint durch unseren Glauben und unsere Götter,
    und diese Gemeinschaft besteht, hier und danach.
    Dieses Band zwischen uns ist im Leben so stark, wie es im Tod ist,
    und dieses Band eint uns, wo auch immer wir sind.

    In der Zwischenzeit leben deine Worte und Taten unter uns weiter.
    Wir erinnern uns an dich, an alles, was du gewesen bist, und getan hast.
    Dein Name wird mit Dankbarkeit und Stolz ausgesprochen werden,
    und dein Name wird Teil der Geschichten werden, die wir erzählen.

    Götter, bringt uns Trost und Stärke in dieser Zeit der Veränderung,
    und helft uns, auf unserem eigenen Lebensweg weiterzurreisen.
    Götter, seid in unseren Herzen, wie … in unserem Herzen ist,
    wo wir immer vereint sein werden im Glauben und in Liebe.

    So war es, so ist es, und so wird es immer sein.

    © 2007 Michaela Mach

  23. Gebete zu Odin

    Heil dir, Odin, der Du so viele Masken trägst.
    Sucher, ich suche Dich. Hör mein Gebet.

    Gebet an den Wanderer

    Wanderer, ich habe mich verirrt. Sucher der Wege,
    gib mir ein Zeichen, so daß ich mich wieder orientieren kann,
    und von da aus alleine weiterfinde.
    Laß Hugin und Munin, die über Midgard fliegen,
    mir den Weg zeigen, der mich herausführt
    aus dem Gewirr, das mir die Sicht versperrt

  24. Götter des Lebens

    Götter des Lebens, mein Gruß an euch.
    Götter des Herzens, mein Heil an euch.
    Götter der Seele, mein Preis an euch.
    Götter der Menschen, mein Dank an euch.

    Frey, gib uns Frieden und ein gutes Jahr.
    Thor, verleih Stärke, sei immer da.
    Njörd, gewähr uns Wohlstand und Glück.
    Eira, bring Heilung unsrem Geschick

    Tyr, lehre uns standhaft zu sein.
    Sif, laß unsere Ernte gedeihn.
    Frigga, schenk uns Frieden am Herd.
    Heimdall, lehr uns der Wachsamkeit Wert.

    Odin, laß uns Verborgenes sehn.
    Skadi, lehr uns alleine zu stehn.
    Gerd, bring des Lebens Garten zum Blühn.
    Freya, laß unsre Liebe erglühn.

    Götter, begleitet uns auf unsrem Weg.
    Gebt uns Schutz auf Pfad und auf Steg.
    Hört uns ihr Hohen, euch singen wir:
    Asen und Vanen, gegrüßt seid ihr

    • Nach so viel heidnischem Gedankengut etwas aus dem Buch der Bücher:

      Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater (Gott) denn durch mich.

      Johannes 14 Vers 6

  25. Und abschliessend mal was eigenes,das ich in einer meiner abgrundtiefsten und schwärzesten Zeit meines Lebens verfasst habe:

    Seht ihr mich?

    Ich bin hässlich und gemein,das Böse als Tier,
    ich lebe von Schmerzen und Pein,
    ernähr mich von Hass und Gier.

    Tränen sind das Blut meiner Seele,
    eure Gedanken meine Wege.
    ich atme,wenn ich Hoffnung stehle,
    und lach, wenn ich Feuer lege.

    Ich schleich durch den Wandel der Zeit,
    hab mich in der Ewigkeit gefunden.
    Als Böses steh ich nun für euch bereit,
    und bin Gott eurer Wunden.

    Ich bin der Strang eurer Fragen,
    die Autobahn ins Nichts,
    die Summe aller Klagen,
    der Horizont des Lichts.

    Ihr kriecht unter der Last eurer Lügen,
    und brecht der Wahrheit Genick,
    fesselt euch mit Intrigen,
    unterschätzt des Bösen Geschick.

    Ihr befriedigt euch mit Höhenflügen,
    der dekadenten Sucht verfallen,
    müsst euer eigen Herz betrügen,
    vergesst euch in Selbstgefallen.

    Das Fundament eurer Mauer,
    das Lachen in eurem ICH,
    der Zorn eurer Trauer,
    schicksalhafte Ironie,das bin ich.

  26. Ein Internetfund, eine Art „Parodie“ auf J. W. v. Goethes „Mignon:

    KENNST DU DAS LAND?

    Kennst du das Land, wo die Kanonen blüh’n,
    Mit denen »gute« Menschen »rechte« Spatzen jagen,
    Korrektheitsobsessionen wilde Kreise zieh’n
    Und Hunderttausende nicht ihre Meinung sagen?

    Dort steh’n Verfassungsschützer, stolzgebläht vor Macht,
    Im Zentrum der politischen Intrigen,
    Um in heroischer Gesinnungsschlacht
    Den »Nazi« täglich mehrmals zu besiegen.

    Kennst du das Land, wo die Zensoren blüh’n?
    Du kennst es nicht? Du solltest es doch kennen.
    Wo täglich hundertfach sie vor Gerichte zieh’n,
    Wenn man an dem Kritik übt, was sie Wahrheit nennen.

    Dort reift die Freiheit nicht. Dort bleibt sie grün.
    Was man auch sinnt – es werden Denkverbote.
    Kennst du das Land und seine Kampfdoktrin?
    Ein Traumland nur für geistig Mausetote.

    • Wir tragen ein Licht

      Wir tragen ein Licht in das Dunkel der Zeit
      getreu nach dem Erbe der Väter.
      Das Leben der Pflicht und der Jugend geweiht,
      blicken wir vorwärts und kennen kein Später.

      Wir schließen den Ring, der alle verbindet
      vom Anbeginn bis auf den heutigen Tag.
      Der von Sippe zu Sippe sinnvoll sich windet
      zur Kette, die niemand zu brechen vermag.

      Wir tragen im Herzen den lodernden Brand,
      den Glauben an Ehre und Pflicht,
      zu dem Millionen sich vor uns bekannt.
      Vergeßt das Gebot der Gefallenen nicht!

      Wir tragen das Leben nach göttlichem Wort
      voll Hoffnung und ohne zu klagen.
      Uns bindet nicht Zeit, uns hindert kein Ort,
      wir kennen kein weichliches Zagen.

      Wir dienen dem Volke, der Heimat, dem Herd
      hoch fliegen der Freiheit Gedanken.
      Für sie ist der Einsatz des Lebens wert –
      Wir fordern die Zeit in die Schranken!

      Karl Leipert

  27. Deutschland (Konrad Windisch)

    Durch Fabrikrauch und Auspuffgase,
    über Speisekarten und Reisebroschüren hinweg
    laß Dir sagen, daß ich Dich liebe, Deutschland.

    Sie haben Dich furchtbar verstümmelt und gefesselt,
    aber das Schlimmste: sie haben Dir in Deinem Elend
    noch ein Narrengewand angezogen
    und einen Schandblock um den Hals gehängt.

    Jetzt mußt Du tanzen nach dem Geklimper von Euro und Dollar.
    Du, verspottet und elend, genarrt und verhöhnt,
    behängt mit Flitter und geschmückt mit Dornen,
    laß Dir sagen: Ich liebe Dich.

    Nicht nur, wo Du rein bist, in Deinen Wäldern,
    auf Deinen Bergen und Deinen unberührten Küsten
    oder in den Augen Deiner Dir Treuen –
    nicht nur dort liebe ich Dich.

    Auch, wo man Dir – Heimat der Stille – tosenden Lärm aufzwingt,
    auch, wo man Dich – Heimat der Denker – des Geistes beraubt,
    auch, wo man Dich – Heimat des Mutes – feige macht,
    dort, wo Du Dich Deiner am meisten schämst, liebe ich Dich.

    Siehe, mit Dir wollen wir alles ertragen,
    die verlorene Krone suchen und sie Dir voller Erfurcht wiedergeben.
    Mit Dir sind wir niemals allein,
    durch uns sollst Du die Tränen vergessen.

    In der Stunde Deines tiefsten Elends,
    dürftig verborgen durch Neon und Chrom,
    sind jene bei Dir, die Dein Elend am härtesten trifft.
    Sie lieben Dich, Deutschland.

    Magst Du den anderen erbärmlich und klein,
    gering und verdorben erscheinen –
    uns bist Du Vater und Mutter zugleich.

    Unsere Liebe sei Dir ein Trost.
    Wir haben Dir nichts zu verzeihen,
    verzeihe Du uns, daß wir zu schwach sind,
    Deine Ketten zu sprengen und den Dich umgebenden Tand zu verbrennen.

    Schenk uns die Kraft deiner Ewigkeit,
    wir geben Dir alles, was uns verblieb.

    Denn wir lieben Dich, Deutschland.

  28. Es gibt eine Sorte im deutschen Volk,
    Die wollen zum Volk nicht gehören;
    Sie sind auch nur ein Tropfen Gift,
    Die uns im Blute gären.

    Und was für Zeichen am Himmel steh´n
    Licht oder Wolke,
    Sie gehen mit dem Pöbel zwar,
    Doch nimmer mit dem Volke.

    Und weil der lebenskräftige Leib
    Sie auszuscheiden trachtet,
    So hassen sie nach Vermögen ihn
    Und hätten ihn gern verachtet.

    Theodor Storm (1817-1888)

  29. DIE WACHT AM RHEIN
    O Deutschland, wo sie dich ans Kreuz geschlagen,
    steht menschliche Erbärmlichkeit geschart.
    An den gefällten Riesen Zwerge wagen
    geschäftig sich heran nach Zwergenart.
    O Deutschland, dich deckt dunkler Trauer Wolke,
    Und Hader deines Schwertes Schneide frisst;
    strahlt dir der Tag, so strahlt er allem Volke,
    und Deutschland Nacht die Nacht der Menschheit ist.
    O Deutschland, überm Dunkel Sterne wohnen;
    dein Pfad wird weiten sich dem Morgen zu,
    die Flur mit neuer Frucht dein Schaffen lohnen
    dir, aller Völker grösster Sämann du!
    Du wirst ob dieser Menschheit irren Trieben
    den Schild erheben lichter denn zuvor,
    statt deiner Rache Seelengrösse üben,
    wo man nur Blut und Tränen dir beschwor.
    Noch hellet Kants gestirnter Himmel deine Nächte,
    des Genius Fackel dir aus Weimar loht,
    aus Worms noch hallt es fort mit ew’gem Rechte:
    Hier stehe ich, kann anders nicht – bei Gott!
    Noch ringt dein Faust in ruhelosem Streben
    um wahren Menschentumes tiefsten Sinn,
    Bachs Orgel jauchzt in heiligem Erleben
    und schluchzt der Menschen Sehnsuchtsmelodien.
    Rohe Gewalt mag viel in Trümmer schlagen,
    der Seele Kraft wird unbesiegbar sein!
    Im Reich des Geistes stehet sonder Zagen
    auf stolzer Höhe noch die „Wacht am Rhein“.
    Jahrhundert um Jahrhundert wird sie währen,
    erreichen kann sie nicht des Hasses Lug,
    noch schlägt in ihrem Waffenkleid voll Ehren
    das grösste Herz, das je die Erde trug.
    V. A. Koskenniemi (1885-1962), Finnland

    Dieses Gedicht entstand nach dem Zusammenbruch Deutschlands im Jahre 1918. Es ist eine der ergreifendsten Huldigungen, die je von einem ausländischen Dichter unserem Vaterlande in seiner schwersten Stunde dargebracht wurde und bringt den unerschütterlichen Glauben an Deutschlands Wiederaufstieg zum Ausdruck.

  30. Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben,
    an deines Volkes Auferstehn,
    laß diesen Glauben dir nicht rauben,
    tortz allem, allem, was geschehn.

    Und handeln sollst du, als hinge
    von dir und deinem Tun allein
    das Schicksal ab der deutschen Dinge
    und die Verantwortung wär‘ dein!

    Johann Gottlieb Fichte

  31. Vergessen? Hans Venatier

    Tief aus vielen tiefen Träumen steigt das Antlitz alter Städte.
    Danzig, Breslau, Budweis, Iglau – eine sturmzerissne Kette.

    Aus den Kirchen und Ruinen haucht Verwesung in die Lüfte,
    fremde Füße treten achtlos auf die Gräber, auf die Grüfte.

    Giebel fragen nach den Meistern, die das Dach am Hause bauten,
    und die Fenster nach den Frauen, die auf Stadt und Gassen schauten.

    „Sagt, wo bleibt der Herr so lange?“ flüstert´s durch die dunklen Stuben,
    und es ruft in Gang und Kammern nach den Mädchen, nach den Buben.

    Aus den Kellern steigt ein Rauch auf: „Wohl uns, die wir längst gestorben!
    Aber wehe, die hier wohnten, sind vertrieben und verdorben.“

    Nur die blanken wetterhähne dreht der Wind von West nach Osten,
    Regen peitscht die leeren Läden, und die alten Gitter rosten.

    Eine Barke treibt im Strome, Lachen , Lärmen, lustge Lieder!
    „Wisst ihr, wer die Stadt gebaut hat?“ – „Fremde“ – und sie singen wieder.

  32. Unseren Toten

    Wind!
    Kommst Du nach Osten in Steppe und Sumpf und weiter zum Wolgastrand;
    So grüß unsre Toten dort, die Helden im fernen Land.
    Sag’:
    In der Heimat da blüht jetzt der erste Mohn,
    und die Stare im Apfelbaum brüten schon;
    Kräftig und hoch steht im Felde der junge Klee
    Und die Lerchen steigen und singen wie eh’ und je
    Wind, sag es den Toten, sag’ es behutsam und leis;
    Wind, vergiß es nicht – sie liebten Deutschland so heiß!

    Sterne!
    Seht Ihr im Norden das eisige Land und spürt ihr sein tiefes Weh,
    so grüßt unsre Toten dort, die Helden in Nordlands Schnee.
    Sagt:
    In der Heimat da spielt jetzt so manches Kind
    Und in goldene Haare greift leiser Wind
    Korn wogt im Felde und duftet im ersten blüh’n
    Und die Erde steht leuchtend im Maiengrün.

    Sterne, sagt es den Toten, sie ruhen in Nordlands Eis;
    Sterne, vergeßt es nicht – sie liebten Deutschland so heiß!

    Sonne!
    Kommst Du nach Westen zum Dünenrand und weiter zum grauen Meer,
    so grüß’ unsre Toten dort, die Helden vom deutschen Heer.
    Sag’:
    In der Heimat beginnt jetzt die schönste Zeit,
    wo in schattigen Wäldern der Kuckuck schreit,
    Trollblumen leuchten und Löwenzahnflocken weh´n
    Und in hellen Farben die Wiesen in Blüte steh´n.

    Sonne, sag’ es den Toten, sie ruhen in Düne und Meer;
    Sie liebten Deutschland so sehr!

    Mond!
    Kommst Du nach Libyen und siehst Du den Nil und Afrikas heißes Land,
    so grüß’ unsre Toten dort, die Helden im Wüstensand.
    Sag’,
    daß zu Hause noch immer der Brunnen klingt,
    der von uralten traulichen Dingen singt;
    Pfingstrosen stehen am sonnigen Gartenzaun
    Und dahinter – Frauen, die still in die Ferne schau´n.

    Mond, sag’ es den Toten, die Wüste ist stumm und leer;
    Mond, vergiß es nicht – sie liebten Deutschland so sehr!

    Eines nur, Mond und liebes Sonnenlicht,
    eines nur sagt unseren Toten nicht,
    verschweigt es tief, Sterne und leiser Wind,
    sagt ihnen nicht —daß wir verraten sind

    Ursel Peter

  33. Deutschland von Ludwig Finckh

    Deutschland ich muß dich lieben;
    die weißen Vögel stieben
    vom Meer ins graue Land.
    Was hab´ich dich verstoßen.
    Ein Hag von wilden Rosen
    ist rot um dich entbrannt.

    Die Füße muß ich schreiten,
    ich trag´in Händen beiden
    ein Herz voll Not und Weh;
    die spitzen Dornen stechen,
    wo sind die blauen Flächen
    von Alb und Bodensee?

    Steh´ ich in fremdem Schwarme,
    o Deutschland, reck´ die Arme,
    nimm mich an deine Brust.
    Daß ich die Wurzeln habe
    in meines Vaters Grabe,
    das hab ich nicht gewußt.

  34. Ach, was soll der Mensch verlangen?
    Ist es besser, ruhig bleiben?
    Klammernd fest sich anzuhangen?
    Ist es besser, sich zu treiben?
    Soll er sich ein Häuschen bauen?
    Soll er unter Zelten leben?
    Soll er auf die Felsen trauen?
    Selbst die festen Felsen beben.

    Eines schickt sich nicht für alle!
    Sehe jeder, wie er’s treibe,
    Sehe jeder, wo er bleibe,
    Und wer steht, daß er nicht falle!
    Goethe, 1780

    Selbst die festen Felsen beben! 1780. —

  35. es folgt ein Selbstgeschriebenes Gedicht:
    Das System, die Wahrheit & Ihr !
    Gott, das System in 2010
    (Re-Gier-ung, Hintermänner, Krise, …) & IHR !!!

    => darf frei weitergegeben und verteilt werden,
    NIX mit dem C (Copy-rigth) Quatsch
    **************************************************

    Ja, unser Zeitalter ist geistig und spirituell die aller-dunkelste Nacht,
    die meisten Menschen wissen nichts von Ihrer gottgegebenen Macht,

    Ich meine seine Aussage, „Ihr seit Alle Göttern gleich“,
    ein schönes liebevolles Herz ist darum auch wirklich reich,

    Doch wer kümmert sich um wahre, echte bleibende Werte,
    95 % schlaf-wandeln wie trunken auf falscher Fährte,

    Ich will euch am Ende ein paar Inspirationen nun geben,
    um zu verschönern euer, damit unser aller Leben,

    alles ist unecht, z.B. untalentierte BroSis Pop-Star Affen,
    welche mit Talent nur, könnten rein gar-nichts schaffen,

    denn Talent ist ihnen total fremd, genauso wie Aufrichtigkeit,
    mit Vorstrafen, Verbrechen, Lügen und vielleicht auch „Beine breit“,

    das ist Sie nun, Ihre multi-kriminelle Welt,
    die würden Alles tun (Opa ausrauben) für Geld,

    Irgendjemand wollte „Multi-Kulti“ Botschafter haben,
    die wirklichen Talente gehen unter, in diesen Tagen,

    noch ein paar Takte zum NPD-Verbot,
    viel schlimmer als Braun oder Dunkelrot,

    ist der jetzige politische korrupte Sumpf,
    sind schon so machthungrig und abgestumpft,

    daß V-Männer der Regierung als NPD-Funktionäre,
    Gewalttaten erst verursachen, so eine miese Affäre,

    Ich will bestimmt keinerlei Sympathie,
    für sowas wie „National-Demokratie“

    schon das Wort ist total pervers,
    echte Patrioten (hat Nichts mit NS zu tun) , verstehen den Vers,

    Ich bin ganz klar für ein sofortiges 100% iges Parteien Verbot,
    ALLE Farben, Braun, Gelb, Grün, Schwarz & Rot,

    dann streben wir was total Neues (z.B. Monarchie) an,
    auch „das 65 Jahre Vergangene“ ist definitiv nicht beteiligt dran,

    Ich (und IHR Alle) war (t) schon altersmäsig damals nicht dabei,
    Es muss SCHLUSS sein mit der „nach hinten Schau-erei“,

    Denn wer weiterkommen will, der Muss nach vorne Schauen,
    drum’ lasst uns gemeinsam eine Brücke in die Zukunft bauen,

    Alle Weltreligionen (außer Einer) lehren auch das Verzeihen,
    diese Eine Weltreligion will jedoch die Menschen spalten in Zwei,

    Betroffene, wir akzeptieren keine Anschuldigung/Wiedergutmachung/etc.. mehr,
    es wurde in den letzten 57 Jahre eh immer noch viel viel mehr,

    Auch eure Geschichte ist voll von sehr sehr dunklen Flecken,
    Heftet euch anderen Völkern an wie schmarotzende Zecken,

    Wenn Ihr echte ehrliche Versöhnung & Frieden nur wollt,
    euch sogar euer „Auserwählt sein (zu Was)“ verzeiht’ sein soll,

    stoppt sofort das böse Spiel (Zionistische Weltherrschaft) mit guter Miene
    dann akzeptiert auch die Palestinänser, Araber, Deutsche & Muslime,

    Ihr könnt’ genausowenig wie sonst wer, das Rad der Geschichte stoppen,
    Ihr konntet in der Vergangenheit nur die die Betrügereien noch toppen,

    doch das Spiel (Lüge & Macht) ist nun jedoch endgültig vorbei,
    spätestens 2012 (5. Dimension) sind alle Menschen dann wirklich frei,

    in göttlicher Liebe, Frieden Harmonie, Glück & Wohlstand geeint,
    Dinge die Ihr hättet für Andere Menschen/Völker gerne verneint,

    Doch auch eure Seele wird schwer mit Karma beladen,
    Wir verzeihen euch darum, nun in diesen Tagen,

    Stoppt ganz einfach sofort das Spiel,
    sonst verliert Ihr definitiv zu Viel !!!

    da nun fast das Ende des Gedichtes ist erreicht will mich verneigen,
    Will ich euch (alle Menschen) einen persönlichen Ausweg zeigen,

    Ihr selbst entscheidet doch über eure Sympathie,
    Ihr selbst verteilt auch eure Energie,

    Besinnt euch ob Ihr den ganzen „Konsum-Ramsch“ auch braucht,
    Ob euch vor Beeinflussung & Berieselung der Kopf auch raucht,

    Anstatt wieder für Stunden in den Monitor Starren,
    Fragt euch, wann letztes Mal in die Natur gefahren,

    unter einem starken Baum einfach nur gesessen,
    dabei völlig auf die Uhr schauen vergessen,

    Kündigt bei Versicherungen, Parteien, Gewerkschaften,
    das sind nur „Ihre Macht erhaltende“ Seil-Schaften,

    Geht nicht mehr Junk-Food (Müll-Essen) einbauen,
    Lieber frisches Obst & Gemüse genüßlich verdauen,

    Nach einer gewissen Übergangs-Zeit,
    seit Ihr dann sogar für Licht-Nahrung/Prana bereit,

    Nehmt keine fremden Gelder, z.B. aus der Bank,
    Müsst es eh’ wieder zurückzahlen mit Zins & Pfand,

    Es führt euch also keine Mittel zu, sondern entzieht,
    20.000 geliehen, 25.000 zurückbezahlt, ein jeder doch sieht

    Lest lieber ein schönes Liebevolles (z.B. Marlo Morgan der Traumfänger) Buch,
    anstatt Ihr im Fernsehen Gewalt, Schmutz, Vergewaltigung Ihr sucht,

    Fahrt lieber in Deutschland auf den Bauernhof in Urlaub,
    fragt euch ob Ihr „Ballermann & Co“ wirklich braucht,
    Oder nach Italien eine nette Groß-Familie besuchen,
    gemütliches beisammen sein bei Pizza Wein, Spagetti oder Kuchen,

    das hilft euch auch, Vegetarier zu werden,
    Tiere sind nicht nur zum gegessen werden auf Erden,

    Anstatt UN, Greenpeace, rumänische Straßenkinder unterstützen,
    Helft euren Nachbarn/Omas, alleinerziehende Mutti müssen auch beim Sozialamt sitzen,

    Auch bei uns gibt es sehr .. sehr große Not,
    deutsche Mutti’s ohne Geld für ihrer Kinder Brot,

    Helft NIE einer großen Organisation oder anonym darauf vertrauend,
    helft stets nur persönlich, einander in die Augen Schauend,

    so kann es fast keinen Missbrauch & Machterhaltung mehr geben,
    Und Ihr verschönert in die Augen schauend jemand sein Leben,

    Macht euch doch Bitte sofort total bewusst,
    Was jeder Opa früher selbstverständlich gewusst,

    Nicht Ihr braucht das System, das System braucht euch,
    Entziehen sich immer mehr, wird es aufgeweicht,

    Behörden, Versicherungen, Banken, Schmutz, Korruption
    die Machenschaften so ähnlich mies, in unseren Tagen schon,

    „das System“ ist eh’ nicht mehr erhaltenswert,
    doch zerbrecht es bitte nicht mit dem Schwert,

    nur ein Narr meint, dass das ewig so weitergeht,
    das System so, bald schon nicht mehr besteht,

    denkt auch an euer Karma, eure Seelen-Last,
    Ihr habt es damit geschafft, .. schon fast,

    doch der neue Weg ist das Ziel,
    in diesem gigantischen Spiel,

    doch damit die Richtung dann stimmt,
    unwichtig wenn einer meint, „der spinnt“

    Ihr sollt in eure „eigene Kraft“ vertrauen,
    und Mutter Erde eine bessere Zukunft bauen,

    den tieferen Sinn des Lebens erkennen,
    euch zu dieser Gesinnung offen bekennen,
    dabei solltet ihr auch ruhig etwas riskieren,
    ein Leben ist eh’ unsterblich, Nichts zu verlieren,

    die Wahrheit ist kostenlos, kann man ganz leicht erkennen,
    auf http://www.zurwahrheit.de, Ihr wollt’ doch nichts verpennen,
    Als Schlaf-Mütze wirst du wohl handeln & erwachen,
    oder Konsum-Ramsch & Verblödung weiter mitmachen ???

    denn nur „tote Fische“ schwimmen mit dem Strom,
    ja, ich denke für Heute war es das schon !

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