vom Osterhasen…

Wer bin ich winzig kleiner Mensch,

dass DU für mich gestorben,

den Weg für mich geebnet hast,

das Heil mir hast erworben?

Wie groß muss Deine Liebe sein,

daß DU das Kreuz getragen,

das Dir die Menschheit auferlegt‘,

mit Sünden schwer beladen?

Die Menschen zu erlösen,

gingst DU nach Golgotha

und ließest neu erstehen,

was längst am Ende war.

DU hast den neuen Anfang

bereitet auch für mich,

hast Ostern mir gewonnen,

drum glaub ich fest an DICH.

(von Annegret Kronenberg)

Der Osterhase, der dem Gekreuzigten schon lange den Rang abgelaufen hat, ist natürlich kein christliches Symbol, sondern ein zutiefst „heidnisch-fleischliches”, ein Symbol der Fruchtbarkeit. Der mythologisch mit dem Mond verbundene Hase, dessen einzige „Biologische Waffe” im Kampf ums Überleben die massenhafte Produktion von Nachwuchs ist, war ein heiliges Symboltier der Liebes- und Muttergöttin, das zu Beltene rituell geopfert und verspeist wurde. Was umgekehrt die Fundamentalisten des Christentums dazu veranlasste, den Verzehr von Hasenfleisch zu verteufeln und unter Strafe zu stellen…

Das Ei – ein universelles Symbol

Von außen betrachtet ist es ein Ding mit einer harten Schale. Doch ein bisschen Wärme lässt in seinem Inneren neues Leben wachsen. Für die Kelten und Germanen war es das Sinnbild der aus dem Winterschlaf erwachenden Natur. Auch den Christen gilt das Ei als Symbol der Nahrung, der Reinheit und der Fruchtbarkeit.

In der Kosmologie ist das Ei das Symbol der Einheit des Universums. Die Alchemisten teilten seine Bedeutung in eine kosmische und eine philosophische ein. Es stellt den Beginn der Großen Werke dar, wenn die vier Elemente aus der Materia Prima ausgesondert werden. Das aus dem Ei entschlüpfte Junge ist der Stein der Weisen.

Eier wurden seit jeher auch als Zahlungsmittel oder Opfergaben im Tempel verwendet. Die alten Ägypter, Griechen und Römer legten ihren Toten Eier ins Grab. Im alten China wurden als Zeichen der Wiedergeburt Eier als Dank bei den Frühlingsfesten geopfert. Völker und Stämme in Nordafrika sahen im Ei ein Symbol für Tod und Auferstehung der Gottheit in der ersten Mysterien-Religion.

Das Oster- oder Ostarafeuer

Neben dem Ei, als Urzelle allen Lebens und dem Hasen als Symbol der Fruchtbarkeit, der als Tier der Göttin Ostara (auch Eostre) verehrt wurde, ist das Feuer ein weiteres wichtiges Zeichen: Das „Ostarafeuer“ als Abbild der Sonne.

Auf den Hügeln wurden diese Feuer entzündet. Man glaubte, dass die Kraft der Sonne und der Segen der Götter dadurch auf die Felder übertragen würden, die im Schein der Feuer lagen.

Alban Eiller (Alwan Ei-ier) Frühlings-Tag- und Nachtgleiche
ca. 21. März – Das Vogelfest – Rückkehr der Vögel (Symbole: Hasen, Schwalben und Eier)

Das Vogelfest des Frühlings. Früh morgens ging das Volk hinaus, um nach Zugvögeln Ausschau zu halten. Wenn sie gesichtet wurden, wurde anschliessend geschmaust und gefeiert. Die heutige Verbindung von Eiern und Küken zu dieser Zeit (Ostern) ist einer der vielen Überreste unserer alten Kultur. Ostern ist die Zeit des Gleichgewichts zwischen Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht. An diesem Tag sind deren Kräfte ausgeglichen. Ostern ist die Rückkehr des Lebens, das Eis und der Schnee ist geschmolzen, die Tiere wachen von Ihrem Winterschlaf auf. Der Wind ist nicht länger kalt und die Pflanzen zeigen bald ihre Knospen. Es ist die Zeit um die Rückkehr der Göttin als Jungfrau des Frühlings zu feiern.

Die Rückkehr des Lebens. – Das erste Sonnenfest nach den Rauhnächten ist das Frühlingsäquinoktium, das bei den Germanen der Göttin des jungen Lichts und Lebens, Ostara, geweiht ist. „Ostern“ ist ein heidnisches Wort, das die Kirche vereinnahmte, als sie ihr Passah-Fest auf den Frühlingsvollmond verlegte, um das gleichzeitige heidnische Fest zu konkurrenzieren. Der keltische Festname ist Alban Eilir, im englischen Odinic Rite heißt es Summer Finding. Nach der traditionellen Zählung ist es nicht der Beginn, sondern die Mitte des Frühlings. Zu Ostern feiern wir die Wiedergeburt der Natur aus dem Todesschlaf des Winters, das Erwachen der lebensspendenden Kräfte und die neue Kraft, die uns die Natur und die Götter jetzt schenken.

Frisch erblühte Weidenzweige, Eier und Hase sind heidnische Festsymbole. Zum Osterfest geschöpftes Wasser (Osterwasser) hat reinigende, heilende und weihende Wirkung. Die Gottheiten (germanische), die außer Ostara dieses Fest bestimmen, sind Freyr und Freyja, die fruchtspendenden Vanen, und Thor, der Sohn der Erde…

15 thoughts on “vom Osterhasen…

  1. Danke für die Mühe, aus der auch dieser schöne Artikel entsprang.

    Auch Ihnen und allen hier lesenden, Frohe Ostern.

  2. Ein Strohhalm mag sich im Wind verbiegen, aber wenn die Sonne scheint, strebt dieser ihr entgegen! Ich bin nur ein kleiner Strohhalm und Jesus ist meine Sonne und Gott der Wind!

    Auf das der Heiland nicht umsonst gestorben ist!

    Für uns ist er gestorben! Wir sollten seiner endlich würdig werden!

    In Liebe und um Vergebung für meine Schuld und um die Bitte meine Schwächen mir zu verzeihen, wünsche ich all meinen Freunden und besonders, denen die mich nicht verstehen, eine erlösende und befreiende Zukunft!

    Schalom WSD

    Und an dich liebe Mia, möge Gottes Sonne dich immer erwärmen!

  3. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!
    Dir ein gesegnetes Osterfest, liebe Mia. Danke auch für das schöne Gedicht.

  4. Ein wunderschönes Gedicht.
    Liebe Mia, wünsche Dir und Deiner Familie ein frohes Osterfest!
    Schön, daß es dich gibt!
    LG.

  5. Dieses Blog erstaunt immer mehr im positiven Sinne 😉
    Frohe Ostern .
    Und, ja. Möge die Sonne unseres Gottes dich immer wärmen

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