Cajus Pupus: Wie haben wir nur bis hierher überleben können?!?!

Warst Du auch ein Kind in früheren Jahren? (so wie ich…)

Wie hast Du nur überlebt???!!!!!!!!!!

  • Wir fuhren im Auto ohne Gurtpflicht – ohne Airbags, auf den Rücksitzen tummelnd – war das ein Spaß…
  • Unsere Kindermöbel waren mit bleihaltiger brillianter Farbe bemalt!
  • Es gab keine Kindersicherungen an Medizinflaschen, Schubladen oder Türen…
  • Als wir mit dem Fahrrad losfuhren, hatten wir weder Sturzhelm, Ellenbogen- noch Knieschützer.
  • Man trank das Wasser aus allen möglichen Quellen, bis man keinen Durst mehr hatte.
  • Es dauerte Stunden, um eine Seifenkiste zu bauen, mit der man dann ohne Bremsen einen Abhang hinunterfuhr!!!
  • Nach einigen Unfällen hatte man dazugelernt. Man fuhr gegen einen Baum oder in den Dreck. Tja; früher gab`s auch weniger Verkehr!
  • Man kam nur zum Essen – aber meist zu spät – vom Spielen wieder zurück.
  • Man ging morgens zur Schule und kam erst nach Hause, wenn man auf dem Heimweg von allen Obstbäumen gegessen hatte…
  • Wir hatten kein Handy… So konnte keiner wissen wo wir gerade waren!!!
    ❗ Undenkbar heute!!!
  • Wir schnitten uns; wir brachen uns die Knochen, schlugen uns die Zähne aus; aber es gab nie eine Anzeige… Keiner war schuld!
  • Kekse, Brot, Schokolade, Eis, zuckerhaltige Getränke u.s.w. haben wir verdrückt, aber wir hatten kein Gewichtsproblem, da wir den ganzen Tag draußen am Laufen und Spielen waren.
  • Man teilte sich eine Coca (wenn man Geld hatte, um sie zu kaufen); alle tranken aus der gleichen Flasche und keiner ist daran gestorben.
  • Wir hatten keine PlayStations, MP3s, Nintendos, keine X-Box, 1.000 TV-Sender, CD-Brenner oder Notebooks, keine PCs, keine Chats, kein Internet, u.s.w….
    ❗ Aber dafür hatten wir: Echte Freunde!!!
  • Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kam man zu Freunden, ohne sie vorher anzurufen… um zusammen zu Spielen. Da draußen, in dieser kalten, harten Welt!
  • Man spielte Verstecken, Fangen, Räuber und Polizist, Fußball und wenn einer mal nicht gewählt wurde, war das auch kein Drama.
  • Wenn man nicht so gut war in der Schule und ein Jahr wiederholen musste, war das kein Grund, ihn sofort zum Psychiater zu schicken.
  • Wir hatten die Freiheit, gute und schlechte Erfahrungen zu sammeln –
    Zu lernen, was Verantwortung ist…

❗ Und wir lernten, diese Verantwortung zu tragen!


22 thoughts on “Cajus Pupus: Wie haben wir nur bis hierher überleben können?!?!

  1. Sehr schön! Ich frage mich ja auch, wie wir in den 80´ern überhaupt über die Runden kommen konnten. Ohne diesen ganzen Schnick-Schnack. Und irgendwie tun mir dann alle die leid, die ich heute mit 14 Jahren durch die Gegend ziehen sehe. Ständiger Blick zum Telefon, die Ohren werden zugeballert und was zählt, sind nur noch die neuesten Trends von Läden wie H&M.

    Doch, ich denke, wir hatten es früher besser.

  2. Genau das ist mir schon oft durch den Kopf gegangen, wie haben wir diese Kindheit überlebt?
    Mit dem Fahrrad 10 Km zum nächsten Schwimmbad und das Fahrrad war nicht gekauft, es wurde aus Teilen vom Müll zusammengebaut, ohne Gangschaltung und Federung.
    Das war noch eine Kindheit mit Freude und Stress gab es nur zu Hause, wenn man beim Spielen die Zeit vergessen hatte und man merkte plötzlich, es ist dunkel.
    Der Gedankenanstoß ist notwendig, vielleicht denken Familien mit Kindern in diesem Alter darüber nach, wenn sie niemanden zum Spielen haben, dass man ihnen zeigt, wie man sich in der Natur beschäftigen kann, dass sie auf Bäume klettern-auch wenn einmal ein Knochen zu Bruch geht-lernen, was man in der Natur essen kann-auch wenn es vom Nachbar ein paar Kirschen sind-lernen sich zu beschäftigen ohne Elektronik-einfach die Natur lernen!
    Doch wie weit sind wir davon entfernt?
    Welche Eltern haben noch Zeit, ihren Kindern zu zeigen, was die Welt neben Nintendo, MP3 und TV noch zu bieten hat?
    Ich kenne die Zeit noch selbst, doch auch mit meinem Sohn ein Wasserrad am Bach gebaut, mit dem Fahrrad in den Wald, Tiere beobachtet, die es heute nicht mehr gibt, in der Nacht mit dem Teleskop in den Himmel geschaut und Sterne beobachtet, lange Wanderungen und uns in Maisfeldern versteckt. In Tümpeln Molche und Frösche beobachtet. Kastanien gesammelt und im Winter die Rehe gefüttert.
    Und das aller Wichtigste, am Abend im Bett vorgelesen, es waren tolle Stunden! Kindermöbel selber gebaut, ohne verseuchte Spanplatten und giftiger Farbe und das alles ist nur 20 Jahre her!
    Und ich hoffe, nein ich bin mir sicher, dass ich meinem Sohn einiges mit auf dem Weg gegeben habe, so dass er, wenn es soweit ist, genau das Gleiche mit seinen Kindern tut.

    Mia, ich danke Dir für diese Anregung und Gedanken!
    LG gerd

    • Cajus Pupus hat den Dank verdient. Er hat das entdeckt – ich habe es nur weitergegeben, weil er es hier nicht als PowerPoint-Präsentation posten konnte. Freue mich doch über jede thematische Anregung, mit der ich mich identifizieren kann.😉

      Liebe Grüße zurück von *Mia

  3. -wandern mit den Eltern in der niederen Tatra
    -dorthin fahren in überfüllten Zügen
    -in der „Wildnis“ Feuer machen und Tütensuppe genießen
    -von alten Slowaken zu Speck und Brot eingeladen werden
    -nach einer Woche Hartleibigkeit den ersten Porzellansessel ansteuern
    -vom ersparten Taschengeld ein Fahrtenmesser kaufen

    Das alle ohne Reiserücktrittsversicherung und Auslandskrankenversicherung!

    Mann, bin ich froh, das ich das überstanden habe🙂

  4. Ja, was waren das für harte Zeiten ??😉

    Mit nem zusammenschusterten 26-er durch den Thüringer Wald.Ein 4-Mannzelt wog 12 kg, wir mussten improvisieren,als einem Sportfreund der Pedalschenkel brach und einfach nachkaufen ging nicht.Also, ging es von LPG zu LPG (weil das Ding immer wieder brach). Die Bereitschaft anderen zu helfen war einfach da.
    Schwarzzelten im volkseigenen Wald bei Wind und Regen und wir sind davon nicht gestorben. Was für harte Typen wir doch waren und sind.

    Das härteste aber, wir haben gelernt zu denken. Also,selbst zu denken und Propaganda gab es damals auch.

    • Und weil wir das Denken und Leben gelernt haben, sind wir die letzte Generation, die diese Werte noch retten kann.

      Da Du gerade von der „Bereitschaft anderen zu helfen“ sprichst:
      „Kameradschaft“ – für viele ist das ein rechtsextremistischer Begriff, der mit Fremdenfeindlichkeit in Verbindung gebracht werden soll… Dabei ist kameradschaftliches Verhalten nur noch bei Menschen mit Mut zu Treue und Aufrichtigkeit zu finden.

  5. Was sagt uns das alles ?
    Die Vermarktung muss aufhören…………
    und das fängt bei den Eltern an.
    Ihr habt es in jeder Generation in der Hand, welche Werte Eure Kinder mitnehmen.
    Nicht das neueste Handy oder die Jeans von der Marke soundso sind wichtig, sondern EURE Geschichten und Wahrheiten die Ihr Euren Kindern erzählt.
    Daran werden sie sich erinnern und hoffentlich in diesem Sinne handeln.

    • Danke Eva! Ja, die Eltern müssten – wie wir – sinnvolle Aufklärung statt Verdummungspropaganda weitergeben.

      Kinder sollten mehr Nerven als Geld kosten, damit es anständige Erwachsene werden…:mrgreen:

  6. Stimmt ja alles, aber sind wir nicht auch die schweigende Mehrheit, die heute ihren Kindern Playstation, Handy und Co kauft, den Fernseher in jedem Zimmer an hat, von Event zu Event reist, aber bloß nicht zu Demos, wo man verdächtig werden könnte auch nur ansatzweise Rechts zu sein!

    Sind wir nicht die schweigende Mehrheit, die seit Jahrzehnten immer die gleichen Parteien wählen und förmlich nach einen Fürsorgenden-Nannystaat gerufen haben! Der Staat denkt und wir werden gelenkt!

    Nein! Wir sind nicht die schweigende Mehrheit! Wir sind die Masse die schweigt, weil sie weiß, die alten Zeiten kommen nicht mehr zurück und auch war nicht alles gut, doch letztlich stehen wir verständnislos vor dem Neuen und wollen es geregelt wissen ohne es wirklich zu hinterfragen! Und das wird für die Mehrheit auch so bleiben und war auch immer so!

    Systemkritiker sind eine Minderheit, die nicht in der Lage sind, die Mehrheit zu begeistern! Da ist der Hebel für Veränderung!

  7. Wenn man Systeme zu recht kritisiert dann geht dies nicht im dialektischen Denken, das was wir früher oft noch lernten hatte viel mit systemischen Denken zu tun, das Spielen ist der wichtigste Ausdruck. Heute jammern viele über die armen Jugendlichen vor ihren Spielkonsolen aber wartet bis sie aufwachen und sich der Welt zuwenden, sie sind dann oft schon fertige Kybernetiker. Was werden sie später sagen?

    http://freigeldpraktiker.de/weltenaufgang/blog/article/dialektik-als-feldbegriff

  8. Bei uns gab es so etwas nicht, dass man draußen mal anständig spielen konnte. In den meisten Fällen hat mal wieder ein Rentner rumgemeckert, weil wir ja so laut wären. Das ging schon so, seit ich denken kann. Denn in Deutschland werden Kinder ja größtenteils nur noch wie Dreck behandelt, weil sie einfach nicht erwünscht sind – toll.😦

    Und wenn uns die Rentner in Ruhe gelassen haben, gab es mal wieder keine Möglichkeiten zum Spielen oder ähnliches.
    Und dann fing es immer mehr an, dass die Kinder so viel vor dem Fernseher, später dem PC rumgehangen haben, so dass man sowieso keine Spielkameraden gefunden hat.

    Aber meine Eltern haben mir das noch so erzählt… Tja, früher war die Welt eben noch in Ordnung.😉

    • „In den meisten Fällen hat mal wieder ein Rentner rumgemeckert, weil wir ja so laut wären.“

      Wenn es zur Mittagszeit oder nach 18 Uhr war, ist es verständlich. Ich versetze mich immer in die Lage der Meckerer, um es nachvollziehen zu können. Mir wäre es auch nicht möglich, in Ruhe zu essen, wenn draußen trotz Ruhezeiten Chaos herrscht. Wenn man jung ist, drückt man da eher mal ein Auge zu.😉

      Hab ne gute Schule genossen; Respekt vor den Alten ist das A & O, um Generationenkonflikte zu vermeiden. Es gibt aber auch Ausnahmefälle, da ist Zurückhaltung nicht mehr angebracht; da muss man die notorischen (- man kann schon sagen -) „Kinderhasser“ fragen, ob sie denn so alt und griesgrämig zur Welt gekommen seien und folglich nie selbst ein glückliches Kind gewesen sind… Die Frage holt sie meist auf den Boden der Tatsachen zurück. Unsere Kinder sind was Schönes und wir brauchen mehr davon!😛

      • Das mag stimmen, mit der Lage der Meckerer. Das „Aber“ ist jeoch: Nur in solchen Ländern wie hier ist es möglich, dass so eine Maße an Meckereren gibt, die sich an Kindern stören.
        Kinderlärm ist und bleibt etwas Normales, etwas, mit dem man leben muss und an dem man sich erfreuen kann und sollte.

        Doch das ist es ja, dieses genannte „Minuswachstum“ im Fernsehen, ist ein Prozess, der überall stattfindet, nicht nur in der Tatsache, dass Frauen wenig oder gar keine Kinder kriegen.

        Dort beschäftigen sich die Leute nur noch mit Sex, dass das auch dazu da ist um Kinder zu kriegen – daran denkt man noch nicht mal versehentlich.

        Dort kaufen sich die Leute überall Haustiere, statt Kinder zu bekommen (das kann man auch am meisten antreffen).

        Dort treiben die Frauen ab, wenn sie schwanger werden.

        Und dann hat man wieder die Homosexuellen, die ja meinen, sie würden das andere Geschlecht nicht sexuell ansprechend finden und sich deshalb nur Partner ihres eigenen Geschlechts suchen – also kriegen sie auch keine Kinder.

        Und das alles gehört zu diesem Thema dazu. Genau wie die Tatsache: Die wenigen verbliebenen Kinder sind größtenteils unerwünscht und stören. Deswegen hat man es hier so oft, dass Rentner Kindergarten verklagen wegen angeblicher Ruhestörung, und die umziehen müssen und dabei eine –> Lärmschutzwand <– vor das neue Gebäude ziehen.

        Alles Auswirkungen dieser Krankheit…

          • So schaut’s aus.😉

            Aber das ist halt das Problem der Demokratie: Politiker, die auf Zeit gewählt werden, gehen niemals Probleme an, die nicht unmittelbar sind.
            Wenn sie nicht sofort gelöst werden müssen, lässt man es. So haben sie es all die Jahre mit der Staatsverschuldung gemacht – darum sollen sich die nach mir kümmern, ich habe damit noch keine Probleme,
            und so haben sie es mit dem Minuswachstum gemacht.
            Als es anfing in den Sechzigern, hat man davon noch nichts gemerkt, also konnte man es ignorieren, so auch in den Siebzigern. Als dann die ersten Lücken in den Achtzigern aufkamen, was hat man gemacht? Einfach Ausländer reingelassen – fertig; die haben die Lücken ja wieder gefüllt. In den Neunzigern und nach dem Jahre 2000 ging und geht das immer so weiter, aber so hat man keine Probleme gelöst, sondern sie nur verschoben. Und wie alle Probleme, die man vor sich herschiebt, werden sie schlimmer und schlimmer. So ist es jetzt. Denn jetzt hat man auch den ganzen dadurch entstandenen Multi-Kulti.

            Naja, deshalb bin ich für die Monarchie, weil ein Monarch sich sehr wohl auch um Probleme kümmern müsste, die nicht unmittelbar sind.

            (Und naja, jetzt viel zu viel dazu geschrieben. ;D)

  9. der artikel hat mich nachdenklich gemacht. wobei ich allerdings schon finde, dass gruende wie armut und stress auch im alter (mehr und mehr) einen gewissen ausschlag geben koennen zur flasche zu greifen. in jedem fall ist die aussage “man kan noch so viel vom leben haben” natuerlich nur zu unterstreichen!!! zudem verkraftet ein junger koerper wahrscheinlich eher ein glas mehr als ein aelterer mensch. ein gewisser warnschuss darf hier also ruhig erfolgen…

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