Israeli Deputy PM Meridor meinte, dass das „Zionistische Unternehmen“ in einem Staat bedroht sein würde, wenn alle die gleichen Rechte hätten

Geheimdienstminister und Likud-NaZi Meridor
(= Nationaler Zionist der extrem rechten Partei ‚Likud‘ in Israel)
:

„Aber was uns leiten muss, ist das nationale Interesse
– daher haben wir die Regierung gebildet.“

Im Grunde ist dieses Zitat nicht verkehrt. ABER: Es sollte für jede Nation gleichermaßen gelten, um den Frieden zu wahren! Ich will hier erneut betonen, dass ich ein Problem mit einseitigen Bekenntnissen zum Existenzrecht eines einzelnen Staates habe, dessen Regime die Rechte anderer Völker mit Füßen tritt. Ich habe ein Problem mit denen, die etwas fordern, das bereits Goebbels & Hitler gefordert haben sollen: Ein großes Reich – bewohnt von einer einzigen Rasse.

Nur diesmal sind es nicht die Arier, die um jeden Preis überleben sollen. Die „jüdische Rasse“ soll es sein, die sich seit ein paar Jahren der drohenden Vermischung mit Muslimen ausgesetzt sieht und sich „genötigt“ fühlt, sich von nichtjüdischem Blut zu distanzieren. Pech für die Zionisten, dass orthodoxe Juden ihnen hierbei einen Strich durch die Rechnung machen und weltweit auf die Straßen gehen, um zu behaupten, Judaismus hätte nichts mit Zionismus zu tun und Israels Regierung begehe Völkermord. Sie distanzieren sich ausdrücklich von der Siedlerpolitik Israels.

Ein kleines Beispiel:

Vertreter des jüdischen Glaubens sprechen folglich all diejenigen frei, die von Zionisten als „antisemitisch“ bezeichnet werden, nur weil sie sich für die Wahrheit und Gerechtigkeit und gegen das Massensterben auf palästinensischem Boden einsetzen. Sie treten für den Frieden in Nah-Ost ein, verteidigen die Rechte aller beteiligten Völker und stellen sich somit auf die Seite der Unterdrückten, ohne das israelische Volk, das von einem Unterdrücker-Regime regiert wird, für seine „Vertreter“ verantworlich zu machen. Chapeau! Diese Einleitung sollten sogar die verblendeten PI-Leser verstehen, die mich ebenfalls auf dem Scheiterhaufen brennen sehen wollten. Mehr dazu nach dem folgenden Beitrag:

Israeli Wall (photo by Rasool Jibraeen Snyman with Palestine Chronicle)

Israeli Wall (photo by Rasool Jibraeen Snyman with Palestine Chronicle)

Was die Palästinenser seit Jahren befürchtet haben (und was ständig von Israel geleugnet wurde), sagte der stellvertretende Ministerpräsident Dan Meridor in einem Interview mit Haaretz: Israel plant, die innerhalb der Westbank gebaute Mauer als offizielle Grenze des Staates Israel anzusehen.

Seit der Gründung des Staates 1948, hat Israel nie seine Grenzen erklärt, aber ständig sein Gebiet in palästinensisches Land hin erweitert. Die Annexionsmauer, die Israel in der Westbank während der vergangenen 8 Jahre schlängelnd durch palästinensisches Land gebaut hat, annektiert große Teile des Landes, einschließlich aller Hügel und 90% der Wasservorräte.

Meridors Interview mit Haaretz kam nach einer Kabinettsitzung mit Ministerpräsident Binyamin Netanyahu, in der die Minister die Möglichkeit diskutierten, die 30 F35-Kampfflugzeuge im Austausch für 3 Monate teilweisen Siedlungsbaustopp in der Westbank zu akzeptieren – doch mit dem Versprechen diesen nicht weiter zu verlängern.
Die palästinensischen Hauptforderungen: einen zusammenhängenden Staat mit Jerusalem als ihre Hauptstadt, eine Rückkehr der Flüchtlinge; die Entlassung der palästinensischen Gefangenen werden weiter von den USA und Israel ignoriert, da sie wieder einen Deal ohne palästinensische Beteiligung aushandeln.
Der israelische stellvertretende Ministerpräsident sagte dem Interviewer auch, „ich denke, die neue Grenze muss sich auf das Prinzip der Sicherheit des Zaunverlaufs und der Siedlungsblocks gründen. Das ist es, wonach wir streben. Außerdem bestehen wir darauf, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels bleibt, wir sind (auch) gegen das Rückkehrrecht (der palästinensischen Flüchtlinge), und natürlich bestehen wir auf Sicherheitsregelungen.“

Die „Sicherheitsregelungen“ schließen die weitergehende israelische militärische Kontrolle des ganzen Jordantales ein, was die Westbank im Wesentlichen zu einer Insel macht, die von israelischem Militär umgeben ist. Die palästinensische Bevölkerung ist dann auf dieser Insel wie in einem Gefängnis eingesperrt.
Israelische Offizielle, auch Meridor, haben in der Vergangenheit von der Notwendigkeit gesprochen, dass Israel die Kontrolle über den Luftraum, die Grenzen und das Wasser des zukünftigen palästinensischen „Staates“ behalten muss, als auch über große Landteile der Westbank, die mit militärischer Gewalt gestohlen und auf denen israelische Siedlungen gebaut worden sind.
Während des Interviews mit Haaretz, erinnerte Meridor auch an die Rolle seines Vaters in der Etzelgruppe, die für ihre Angriffe auf palästinensische Zivilisten vor der Schaffung des Staates Israel 1948 bekannt war und die an dem Massaker von Deir Yassin beteiligt war (1948). Meridor sagte, die Geschichte des Etzel sei eine „Geschichte des Mutes“.
Meridor warnte auch vor der Gefahr einer möglichen „Ein-Staaten-Lösung“ und zitierte Menachem Begin, der ein Führer der Stern-Bande war, die vor der Schaffung Israels mit Etzel zusammenarbeitete, um die palästinensischen „Okkupanten des Landes“ zu vertreiben.
Meridor sagte, dass das „Zionistische Unternehmen“ in einem Staat bedroht sein würde, wenn alle die gleichen Rechte hätten:
„Eine Situation, in der es keine Teilung gibt, also einen Staat, ist nach der Doktrin der Herut-Bewegung möglich, doch nur unter der Bedingung, dass alle die gleichen Rechte haben. Menachim Begin sagte, dass ‚jeder Araber, der die Staatsbürgerschaft wünscht, sie auch bekommt, sonst würden wir wie Rhodesien sein.’ Ist dies das zionistische Unternehmen?

Jeder kann dass für sich selbst beurteilen. Ich habe die schmerzvolle Schlussfolgerung gezogen, dass, wenn wir alles Land behalten, dies ein bi-nationaler Staat bedeutet, der das zionistische Unternehmen gefährden würde. Wenn wir einiges Land aufgeben müssen oder den jüdischen und demokratischen Charakter (des Staates) – dann würde ich lieber etwas Land aufgeben.“

Quelle http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=2625

Original von http://www.imemc.org/article/59907

Autor:
Saed Bannoura

Übersetzt von 
Ellen Rohlfs

Herausgegeben von 
Einar Schlereth

Was genau bedeutet es, „das Zionistische Unternehmen“ sei gefährdet?

Richtig. Die NaZis (= Nationalen Zionisten) müssten eine multikulturelle Bevölkerung dulden – wie wir. Sie müssten mit Muslimen / Arabern klarkommen – wie wir. Sie müssten damit rechnen, dass sich Juden & Muslime – entgegen ihrer Behauptungen – verstehen, Partnerschaften gründen und Kinder zeugen. Sie müssten alles teilen – wie wir. Sie müssten Arbeitsplätze und Bildungsangebote finanzieren – wie wir. Sie müssten jedem Bürger ein wirtschaftliches Existenzminimum und die Unversehrtheit von Körper & Geist garantieren – wie wir. Sie müssten eine andere als die eigene Religion neben sich dulden und Gotteshäuser für die „Andersgläubigen“ bauen lassen – wie wir.

Nun frage ich mich, wie man MEIN LAND „NaZi-Deutschland“ nennen kann, obwohl man selbst nicht bereit ist, das zu akzeptieren, was man von uns verlangt?! Wenn sich hier jemand wegen nichtautochthoner Gewaltbereitschaft, Arbeitsverweigerung, Bildungsdefiziten und der Erschleichung von Sozialgeldern beschwert, ist er für gewisse Klugscheißer sofort ein böser Mensch, der nichts aus der Geschichte gelernt haben soll.

Was aber sind die, die das Gleiche machen, es „möglicherweise“ auch nur zum Schutze und dem Erhalt der Kultur fordern, aber radikaler und konsequent durchsetzen? Grob betrachtet (und natürlich auf die jeweiligen Länder bezogen) sehe ich keinen Unterschied zwischen den z. T. extremeren Mitgliedern der NPD und der Likudpartei in Israel, die zu einem wichtigen Geschäftspartner meiner Ex-Kollegen Stadtkewitz und Doll geworden sein soll.

Jetzt kommt die Stelle, an der so einige Leute anfangen sollten, selbständig zu denken…😉

9 thoughts on “Israeli Deputy PM Meridor meinte, dass das „Zionistische Unternehmen“ in einem Staat bedroht sein würde, wenn alle die gleichen Rechte hätten

  1. Also ich muß sagen, dieser Film hat mich noch mehr überzeugt, als alle „Verschwörungstheorien“ die ich die letzten Jahre hörte:

    „Mehr als 25 Mal erhoben sich die Abgeordneten von ihren Sitzen zu standing ovations…“

    Das ist normalerweise überhaupt nicht nachvollziehbar.
    Unglaublich mit welcher Begeisterung die ihm zujubeln.
    Und nun erscheint es mir auch logisch, das sie ihr politisches Denken und Handeln in seinem Sinne ausrichten. Und zwar nicht nur einige von ihnen, wie ich annahm, sondern alle.

  2. Massensterben der Palästinenser???
    Wo wird das denn gerade gedreht? In Pallywood?

    Massenvermehrung der Palästinenser würde ich eher als die Realität beschreiben.

    • Und Du weißt das so genau, weil Du dabei bist und die Bettdecke hältst, nicht wahr?? Also ehrlich. Dein Groll auf diese Bevölkerungsgruppe verschafft uns mehr Einblick in Deine Realität als Dir lieb ist. Lass diese Menschen einfach in Ruhe und kümmere Dich um das Problem in Deinem Kopf. Dummes destruktives Nachgeplapper wie Deines hatten wir nämlich schonmal. Nur damals hat es eine andere Gruppe getroffen.

  3. Wenn Israel so weiter macht wie bisher, wo von auszugehen ist, wird es sein eigenes Netz knüpfen und sich darin verfangen. Die Dominanz bzw. menschenverachtende Politik in Nah-Ost, kann durch den erzeugten Hass, leicht für Israel zum Bumerang werden. Jedenfalls Ruhe bekommen sie dort nicht.

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