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Das Netz-gegen-Dings klärt auf: Warum ein Skin kein Nazi ist…

„WIE KANN MAN NAZIS HEUTE GENAU ERKENNEN?

Also falls sie sich öffentlich und alleine Zeigen müssen, werden sie nicht mit springerstiefel und nem T-shirt mit „88“ drauf rumlaufen. Könnt ihr mir helfen?fragte Yakumou das Dr. Allwissend-Team vom Netz-gegen-Nazis. Es gab etliche Kommentare, in denen sich die Phrasen der Unwissenden ständig wiederholten; doch eine Antwort fiel besonders auf…

Der Nutzer „Kariert“ erklärt:

„heut zu Tage erkennt man Nazis nur noch an Marken und ihren Aussagen.. da geb ich meinen Vorpostern völlig Recht. ABER pls wenn du jmdn triffst der den allbekannten Klischees entspricht: Skinhead = Nazi , also glatze, Bomberjacke, Boots usw… und der auch noch leicht reizbar ect is.. dann glaub nicht direkt das der ein Nazi ist!

Im Gegenteil… Skins kommen nämlich eig. aus dem Jahre 69 aus Großbtitannien

Damals gab es eine Arbeiterjugendkultur die sich eben Skinheads nannte.. die wollten sich aufgrund ihres harten Lifestyles von der Gesellschaft abheben.. also zogen sie Bomberjacken an, rasierten sich „Glatzen“, behielten die Arbeiterboots mit Stahlkappen an und zogen beispielsweise auch auffälige Hosenträger an ect..nur um aufzufallen und nicht selten waren die dann auch hin und mal wieder schnell reizbar und gewaltbereit, jedoch total unpolitisch..

Irgendwann kamen dann die Nazis und haben dieses hart aussehende Imitch kopiert.. und schnell wurden die Skinheads durch Medien ect. als Nazis abgestempelt.. (das Klischee weiße Schnürsenkel auf weißen Boots beispielsweise stimmt überhaupt nicht, wird aber häufig im Fernsehn benutzt)..“

Das hart aussehende ‚Imitch‘, das dem vom Fernsehen häufig benutzten Klischee ‚weiße Schnürsenkel auf weißen Boots‘ entspricht, kannte ich noch garnicht!?! Sah bestimmt hübsch aus… 😀

„So und jetzt warum richtige Skins auf keinen Fall Nazis sein können:
Die Skins haben nämlich früher, nachem Jamaika die Unabhängigkeit der Briten bekam zu der neuerfunden Volksmusik Ska mit Schwarzen getanzt! Denn ihnen war die Hautfarbe und Rasse völlig egal

Auch heute trifft man auf Ska-Punkkonzerten häufig Skins (und Ska is liberal bis völlig links) Ich hör selebr Ska und treffe hin und wieder Skins bei Konzerten..

Ich wollte das nur mal gesagt haben“

Na dann wissen wir ja jetzt bescheid, wie wir uns in Zukunft vor diesen Nazi-Jägern schützen können: Vollglatze, Bomberjacke und ‚weiße Schnürsenkel auf weißen Boots‘ kommen wieder in Mode! Wir dürften laut dieser herzlichen Beschreibung sogar ‚leicht reizbar sein‘. Aber… Wer will das schon? Und vor allem: Wie sehen denn jetzt Nazis aus? Was treiben die den ganzen Tag, wenn sie sich mal nicht ‚öffentlich und alleine zeigen müssen‘? Gibt es überhaupt noch welche oder sind die vielleicht sogar schon ausgestorben? Gab es die überhaupt schonmal oder sind die alltäglichen Erzählungen, wie ‚die bösen Nazis lauern hinter jeder Ecke und weil sie nicht zu sterben sind, führen wir den K(r)ampf gegen Rechts noch heute‘ auch nur Schauermärchen wie die vom Knecht Ruprecht und der Zahnfee?… 😉

HINWEISE:

  • Die Rechtschreibfehler habe ich übernommen, wie gesehen. Sie dienen der allgemeinen Belustigung.
  • Das Netz-gegen-Nazis gab im April 2008 in der Rubrik „Woran man sie erkennt…“ bekannt:
    „Als Resultat gilt bis heute für viele Menschen die gesamte Skinhead-Bewegung als rechtsextrem. Dabei gibt es viele unterschiedliche Strömungen innerhalb der Szene: linksradikale „Red Anarchist Skinheads“ (RASH), antirassistische „SHARP-Skins“ (Skinheads Against Racial Prejudice), unpolitische „Oi-Skins“, aber eben auch rechtsextreme „Hammerskins“ und „Boneheads“.“
  • Ich darf diejenigen, die an dieser Stelle immernoch nicht wissen, wer davon jetzt die Guten oder die Bösen sein sollen, mit der Tatsache trösten, dass ein guter Mensch einen anderen Menschen nicht nach seinem Aussehen, sondern nach seinem Verhalten und seiner Antwort auf die Frage „Warum?“ beurteilt!!

UKIP’s Nigel Farage – ich mag den Kerl…

Den Redebeitrag des Fraktionsvorsitzenden (EFD) Nigel Farage (UKIP) vom 24.02.2010 im Europäischen Parlament darf man Euch nicht vorenthalten. Nigel F. ist ein Freund der BÜRGER IN WUT und ist – so sehe ich ihn – einer der letzten tapferen Politiker, die noch wissen, wofür sie eigentlich im Amt sind. Er hatte sich auch mal unsere Kanzlerin vorgeknöpft, aber entweder kann sie kein Englisch oder sie hat ihn bewusst ignoriert. (So sah es in dem damaligen Video zumindest aus…) Wenn ich es finde, stelle ich es ein 😉

Nigel Farage ist ein absoluter EU-Gegner und kämpft für das Existenzrecht der europäischen Völker. Die EU käme einer Diktatur gleich und hätte schon lange nichts mehr mit Staatssouveränität (Unabhängigkeit) und Demokratie (Volksherrschaft zum Wohle der Völker) zu tun.

Er wies Frau Merkel damals darauf hin, dass sie dafür verantwortlich sei, in Deutschland Rassismus und Volksspaltungen zu fördern, anstatt sie zu bekämpfen. Sie solle endlich auf die Stimmen bzw. das Begehren des Volkes hören, bevor es zu spät wäre!  Vielen Dank dafür, Herr Farage! Sie haben es zumindest versucht!

Nun zurück zu dem Video, in dem Nigel dem EU-Präsidenten Herman Van Rompuy seine Meinung geigt: 😀

Der spannendste Teil seiner Aussage:

„[…]Sie haben das Charisma eines feuchten Lappens und das Erscheinungsbild eines niederen Bankangestellten…

Die Frage, die ich ihnen gern stellen möchte – die Frage, die wir uns alle stellen: Wer sind sie? Ich habe noch nie von ihnen gehört! Niemand in Europa hat jemals von ihnen gehört! Ich möchte sie fragen, Herr Präsident, wer hat sie gewählt? Und welchen Mechanismus… Oh – ich weiß; Demokratie ist nicht sehr beliebt bei ihnen!

Und wie müssen die euopäischen Völker vorgehen, um sie zu entfernen? Ist das europäische Demokratie?
Nun gut, ich nehme wahr, dass sie in ihrer Lage kompetent sind und tüchtig und gefährlich! Daran habe ich keine Zweifel… Es ist ihre Absicht der leise Mörder der europäischen Demokratie und der europäischen Nationalstaaten zu sein.
Sie scheinen einen Ekel vor dem Prinzip der Existenz von Nationalstaaten zu haben. Vielleicht ist das so, weil sie aus Belgien kommen, was natürlich ziemlich viel und kein Land ist. Aber seit sie übernommen haben, sahen wir, dass Griechenland sich zu nichts weiter reduzierte als zu einem Protektorat*.“
(*teilsouveränes staatliches Territorium, dessen auswärtige Vertretung und Landesverteidigung einem anderen Staat untersteht)
„Sir, sie haben keine Legitimität* für diesen Job im Ganzen“ – (*bezeichnet in Soziologie, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft die Anerkennungswürdigkeit beziehungsweise Rechtmäßigkeit von Personen, Institutionen, Vorschriften etc.)
„…und ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich im Namen der Mehrheit des britischen Volkes spreche, wenn ich sage – Wir kennen sie nicht, wir wollen sie nicht und je eher sie sich als Unkraut herausstellen, umso besser[…]“

Weiter so Herr Farage! Lassen Sie sich nicht den Mund verbieten. Sammeln Sie lieber Spenden für die nächsten Bußgelder, die Sie für Ihr Recht auf freie Meinungsäußerungen, die „im Namen wahrer Demokraten“ erfolgen, zahlen sollen! 😀