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Das von der CIA überwachte Facebook eliminiert Dee Ex

Tja… Dass ich aufgrund meines äußeren Erscheinungsbildes – trotz aller Disziplin einer waschechten Patriotin – von einigen Überrechten nicht ernst genommen werde, ist das eine. Dass ich wegen simpler Philanthropie, meiner Liebe zur Freiheit und meiner Treue zur eigenen Identität nun wie ein Verbrecher behandelt werde, ist das andere. Ich weiß nicht recht, was ich von diesen getürkten Seiten und linken Methoden der ethnischen Säuberung innerhalb des Weltnetzes halten soll. Ich bin eine stolze Deutsche und schäme mich für nichts, was ich nicht selbst verbrochen habe. Ich bin ein guter Mensch und reiche jedem Feind die Hand, um über gedankliche Differenzen zu diskutieren und Kompromisse für ein friedliches Miteinander zu finden. Ist das nicht genug? Oder ist das sogar unerwünscht? Letzteres scheint mir eher der Fall zu sein, wenn man bedenkt, dass ich nicht aggressiv „gegen“ sondern friedlich „für“ etwas kämpfe.

Dann offenbare ich eben an dieser Stelle, eine aufrichtige Verschwörungstheoretikerin zu sein. Mich bekommt man mit solchen Phrasen nicht mundtot. Warum auch? Immerhin spreche ich davon, dass es sich hier theoretisch um eine Verschwörung gegen mich und meine guten Absichten handeln kann. Warum sonst sollte sich eine Seite wie Facebook auf linksfaschistisches Niveau herablassen und eine Künstlerin ohne Angabe von Gründen aus ihrem „sozialen Netzwerk“ verbannen? Ich habe niemanden bedroht oder beleidigt. Ich erinnere mich da eher an einen Dragan Israel R., den wir hier auch schon breit diskutiert haben. Es waren linksfaschistische, antideutsche Angriffe, die ich in Kauf nehmen musste und habe nicht einmal darauf hysterisch oder beleidigend reagiert. Ich habe kein Spam verschickt und bin allen Menschen, die mich anschrieben, stets mit Respekt begegnet. Ich habe Freundschaftseinladungen aus aller Welt angenommen! Meine Fan-Seite, die ebenfalls gelöscht wurde, konnte ich ohnehin nicht beeinflussen. Ja und nun?

Mir scheint, der Feind bekommt Angst, weil er keine Argumente gegen mich hat. Ich denke, ihm leuchtet ein, dass er vor der Unschuld weichen muss und versucht sich nun auf diese Art und Weise etwas Luft zu verschaffen. „Pustekuchen, lieber Herr Feind. Sie werden mich nicht los – Ich bin Dee Ex!“ 😀

Um meine Theorie mal etwas zu untermauern, darf ich Euch, sofern Ihr es noch nicht wusstet, darauf hinweisen, dass laut Unterlagen der Electronic Frontier Foundation (EFF) in den USA Strafermittler und Finanzbeamte soziale Netzwerke wie Facebook nutzen, um teilweise verdeckt gegen verdächtige Personen zu ermitteln. Unsere Politiker sind ja quasi mit einem Schweigegelübte geboren worden; wenn sie jetzt mit gleichen Methoden spionieren wollten – so schätze ich sie ihrem wirtschaftsorientierten Verhalten nach ein – würden sie bestimmt auch dieses wichtige Detail nicht ausplaudern, nur „um ihr Volk zu schützen“. Es gab ja schon etliche Skandale, die heute immernoch gern unter den „roten“ Teppich gekehrt werden… Soviel dazu.

Neben der verdeckten Ermittlung unter falschem Namen, dürfte Euch sicherlich auch noch interessieren, dass Jeff Rothschild in einer Präsentation Anfang Oktober 2009 bekannt gab, dass die Infrastruktur von Facebook inzwischen aus 30.000 Servern bestehe. Es werden also inzwischen weltweit 400 Millionen virtuelle selbstausgefüllte Akten / Profile von potentiellen Verbrechern geführt. Diese Zahl gab die Plattform am 5. Februar 2010, zum sechsten Geburtstag der Website preis.

Wie komme ich nun auf die CIA? Aus „vertrauenswürdiger Quelle“ habe ich die Informationen bekommen, „dass die zweite Runde der Anschubfinanzierung für Facebook (12,7 Millionen US-Dollar) von der Risikokapitalfirma Accel Partners kam, in deren Vorstand auch Gilman Louie sitzt, der zugleich CEO (Chief Executive Officer) von In-Q-Tel ist. Diese Firma wurde 1999 von der CIA gegründet mit dem ausdrücklichen Geschäftszweck des „Data Mining“. Da man zum Ansehen der Stellenangebote auf Facebook eingeloggt sein muss, ist davon auszugehen, dass die vom Nutzer eingestellten Daten vom amerikanischen Geheimdienst ausgewertet werden. Die Nutzungsbedingungen und Privacy Policy sind so formuliert, dass eine derartige Nutzung der Daten gestattet ist.“

Noch ein wichtiges Indiz: Der US-Geheimdienst CIA nutzt – als „National Clandestine Service“ – eine Facebook-Gruppe, um Personal anzuwerben.

Interessant finde ich auch, dass Mitte 2009 bekannt wurde, dass die iranische Polizei Facebook-Profile benutzt, um bei Verhören den Freundeskreis von Regimegegnern und Demonstranten auszumachen und namentlich zu identifizieren. Das „Lustige“ daran ist, dass knapp drei Wochen vor der Präsidentenwahl im Iran die Behörden den Zugriff auf das weltweite Internet-Forum Facebook untersagt haben. Facebook reagierte über diese Zensur „enttäuscht“. Eine Sprecherin bezeichnete es als eine „Schande“, dass „gerade in einem Moment, in dem sich die Wähler ans Internet als Informationsquelle wenden“, ein solches Verbot verhängt werde. Klingt ja schön und gut – Aber was ist es dann in dem Fall der unbegründeten Sperrung einer unpolitischen Künstlerin, die die Herzen ihrer Hörer öffnen und unterdrückte Völker mit ihrem Patriotismus ermutigen und befreien will?

Die französisch-iranische Soziologin Azadeh Kian-Thiébaut hat zum Thema Unterdrückung ja ein paar sehr wertvolle Äußerungen gemacht. Sollte die iranische Regierung sich weiterhin weigern, dem iranischen Volk Gehör zu schenken, dann könnte sie sich leicht ihr eigenes Grab schaufeln. Denn Schirin Ebadi zufolge „ist das Volk müde und hat nichts mehr zu verlieren. Die Regierung hat dem Volk schon alles genommen: seinen Stolz, seine Geschichte und seine Rechte.“ Der Wahlbetrug und die brutale staatliche Niederschlagung der friedlichen Proteste haben jedoch eine unwiderrufliche Veränderung der islamischen Republik in Gang gesetzt. So sind sich die im Pariser Exil lebenden Iraner sicher: „Nichts wird mehr so sein wie früher!“

Nachtrag:

Ich wurde am 27. April entkriminalisiert – mein Konto wurde entsperrt. Ob es an den zahlreichen Beschwerdebriefen und Solidaritätslöschungen meiner Freunde lag, kann ich nicht sagen. Darüber wurde kein Wort verloren. Man entschuldigte sich nur „für eventuelle Unannehmlichkeiten“ und war für keinerlei Erklärungen bereit.

Wie auch immer… Ich mag „Gesichtsbuch“ trotzdem nicht mehr. Wer der Meinung ist, er müsse mein Vertrauen missbrauchen, der bekommt es kein zweites Mal geschenkt. Dafür müsste er schon was tun… 😉

PS: Übrigens für alle, denen das mit dem CIA spanisch vorkam:

http://info.kopp-verlag.de/news/deutsche-geheimdienste-warnen-mitarbeiter-intern-vor-facebook-und-anderen-sozialen-netzwerken.html