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Was ist dran an dieser neuen „Wahrheit“ über Hitler, Stalin, Marx und Lenin? (FSK 18!)

Wie es der Zufall wollte, bin ich heute auf eine Dokumentation über Hitler, Stalin, Marx und Lenin gestoßen und weiß nach dem Ansehen (Dauer ca. 1,5 Stunden) nicht mehr, was ich glauben soll. Dass Stalin alles andere als ein Heiliger war, ist mir klar gewesen. Dass Sozialismus, ob internationaler oder nationaler, Sozialismus bleibt, ist auch irgendwie logisch. Und Marx- und Lenin-Zitate, die belegen, dass sie menschenfeindliche Gedanken und Ambitionen hatten, waren mir ebenfalls bekannt. Hab sogar das ein oder andere irgendwo wiedergegeben, um klar zu machen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Wie dem auch sei – Eigentlich habe ich für meine Artikel und mein Weltbild gut recherchiert… Ich hätte aber nicht gedacht, dass ich nochmal derart ins Grübeln komme. Wieviel ist dran an dieser neuen „Wahrheit“?

Entspricht das Gesehene überhaupt der Wahrheit? Wenn ja, warum schweigen unsere BRDeutschen Medien das Thema tot? Immerhin sind Aussagen von EU-Parlamentariern, von Gorbatschow, von Zeitzeugen und etlichen internationalen Historikern und Autoren darin zu finden. Sicher – neue Informationen und die Aufklärung über die europäische Geschichte sind immer interessant. Vorallem, wenn jedes Verbrechen angeklagt wird, anstatt immer nur mit einseitigen Schuldzuweisungen auf uns Deutschen rumzuhacken. Aber:

Was mich an dem Film irritiert, sind die Übergänge der Kapitel, die ziemlich professionell (Hollywood like) gestaltet wurden. (Was nicht unbedingt was heißen muss, aber kann…) Die extrem „ehrliche“(?) Berichterstattung über Russlands Vergangenheit, die negativen Worte über Putin und überhaupt die Gleichstellung mit Hitler und „Nazideutschland“ wecken in mir eine Art Wachsamkeit. Wem nützt es was, wenn wir (Deutsche & Russen) uns jetzt die nächsten 100 Jahre gegenseitige Vorwürfe machen? Doch nur denen, die uns von Irgendetwas ablenken wollen, oder nicht?!

Ist es möglich, dass die uns bisher verwehrten Archive nach „passenden“ Dokumenten und Filmaufzeichnungen durchstöbert worden sind und diese „ausgewählten Schnipsel“ eines riesigen „Puzzles“ veröffentlicht wurden, um nun eine gezielte Propaganda gegen Russland loszutreten?

Mir war so, als hätten sich Deutsche und Russen erst kürzlich die Hand gereicht, um die Vergangenheit ruhen zu lassen und damit die Kraft zu haben, uns erstmal aktuelleren Bedrohungen unserer Völker zu widmen. Mir war so, als hätten wir herausgefunden, dass man unsere Väter und Großväter damals gegeneinander aufhetzte und plötzlich soll Hitler seinen „Idolen“ Stalin & Co alles nachgemacht haben?! Irgendetwas stimmt nicht…

Ich bitte Euch, sofern Ihr bereits das 18. Lebensjahr vollendet habt und mit grausamen Bildern und Filmaufnahmen umgehen könnt, Euch eine eigene Meinung zu bilden und mir (sachlich!) mitzuteilen, was Ihr von dem Beitrag haltet. Mir fehlen erstmal die Worte…

Hitler, Stalin, Marx und Lenin (FSK 18!)

❗ Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist der Klick auf dieses Video NICHT GESTATTET. Eltern haften für Ihre Kinder!

Teil 5 der (nicht!) unendlichen Geschichte (die Jahre 1869-1921)

Bertolt Brecht:
Bankraub: eine Initiative von Dilettanten.
Wahre Profis gründen eine Bank!

1869: Während der Beerdigung des Grand Rabbi Sieon Benludah, macht Rabbi Reichorn folgende aufschlussreiche Bemerkung:

Ein Dank an die furchtbare Macht der Internationalen Bankiers, wir haben die Christen in Kriege ohne Zahl gestürzt. Kriege haben einen speziellen Wert für die Juden, da die Christen einander umbringen und damit Platz für die Juden machen. Kriege sind die Ernte der Juden, die Jüdischen Banken verdienen sich fett an den Kriegen der Christen. Über 100 Millionen Christen wurden durch Kriege vom Planeten genommen, und das Ende ist noch nicht in Sicht.

Der Unterschied zwischen Juden und Nasen? NASEN SIND KEINE MENSCHEN!!!
In diesem Zitat wurde (von einem Rabbi!) wieder verallgemeinert die Bezeichnung „Juden“ benutzt, auf die die Welt nun „herabschauen“ soll. Es wird uns auch in Zukunft nicht erspart bleiben, dass wir selbständig denken und allein zwischen gut und böse unterscheiden müssen. Meine Meinung kennt Ihr ja: Weiterlesen

Geschützt: Teil 4 der (nicht!) unendlichen Geschichte (die Jahre 1848-1868)

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Geschützt: Nazis oder Ashkenazis?! I.d.V.! Teil 3 (die Jahre 1808-1848)

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Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben

Danke Frau Merkel,
dass Sie sich auf Hauptschulniveau herabgelassen haben, damit ich Sie durchschauen kann… :mrgreen: Meine neueste Erkenntnis: Blendet Dich der hellste Stern – so ist die Wahrheit nicht mehr fern!

Jetzt weiß ich auch, wieso man niemals einen Rechten aussprechen lassen soll.
Die wissen zu viel. Nicht wahr, Frau Kanzlerin? 😉

Wenn man schon nicht hinhören darf, empfehle ich, aufmerksam zu lesen:

„Reichstag. – 263. Sitzung. Freitag den 4. Februar 1927“
– Reichstagsprotokolle Seite 8840-8848

(Hab sie für Euch – um bei Einigen die geschichtswissenschaftlichen Kenntnisse zu erweitern – von den altdeutschen „Urschriften“ abgetippt. Tippfehler dürft Ihr behalten, für alles Weitere übernehme ich die volle Verantwortung.) Weiterlesen

Dit Kampfjebrüll der ACNA-Rotfront alias Antifa-Clowns-Nasen-Armee…

…hat es glatt auf Platz 1 meiner Lieblingszitate geschafft! Wird das Unmögliche etwa möglich? Fangen die notorischen Meckerbacken endlich an zu denken?? Zitat:

“ […]Immer häufiger kann man auch in der Musikerszene ähnliche Tendenzen beobachten. Ein Beispiel ist die Berliner Hip Hop Sängerin Dee Ex, deren Musikclips sehr hohe Zugriffszahlen haben und mehrfach vom Netz genommen wurden. Dee Ex empfiehlt in ihrem Blog und in Interviews Schall und Rauch, Nuoviso, Infokrieg und den Kopp Verlag. Auf einem Infokrieg Blog wird sie ebenfalls empfohlen.

Auch die vom Kopp Verlag, Infokrieg und anderen empfohlene rechte Wochenzeitung Junge Freiheit und andere Publikationen veröffentlichten Interviews mit der Musikerin, die ihren Fans ans Herz legt deutschnational zu wählen, deutsche geschichtliche Schuldfragen endlich hinter sich zu lassen um sich voll zur Nation und zu deren Werten zu bekennen. Die Sängerin ist inzwischen zur Heldin und zum Geheimtip innerhalb der rechten Szene avanciert. Weiterlesen

Fund der Woche: „1968 – Richtige Diagnose – falsche Therapie!“

Empfehlung: 1 zu 1 (aktualisiert)

>> von Wolfgang Caspart – Aus dem Freiheitlichen Magazin Die Aula, (vom Mai 2008):

1968: Richtige Diagnose – falsche Therapie!

"Politische Korrektheit in Deutschland"

Die „Studenten-“ oder besser „Kulturrevolution“ von 1968 hatte die richtige Empfindung, gab aber die falschen Antworten darauf: Sie nahm die bürgerliche Spießigkeit und Verlogenheit der demokratisch-kapitalistischen Welt wahr, reagierte aber auf den liberalistischen Materialismus mit dem marxistischen. Das Leiden hat sie nicht gemildert, sondern nur verstärkt. Richtige Diagnose, falsche Therapie!

Vor 40 42 Jahren setzte die neomarxistische Kulturrevolution des Gramscismus und der „Frankfurter Schule“ so richtig ein. Der formelle, schlagartige Umsturz gelang ihr zwar 1968 nicht, dafür aber die unauffällige, langsame und schleichende Umwertung aller Werte. So war sie nicht minder „erfolgreich“ – wenn man unter Erfolg den Rückgang der Weltgeltung Europas, die „bildungsreformierte“ Verblödung weiter Teile dessen, was früher einmal „Abendland“ hieß, sowie zuerst die Stagnation und dann den allmählichen Rückgang des Lebensstandards versteht. Nicht nur die „linken“ Parteien wurde neuformiert, sondern auch die „bürgerlichen“ Kreise infiltriert und umerzogen, allen voran die ehemals Liberalen und Christlichsozialen.

40 42 Jahre Neomarxismus. Der Untergang des altmarxistischen Sowjetsystems hat bei den Neomarxisten nur eine kurze Schrecksekunde lang gedauert. Mit der Königsdisziplin des seligen Karl Marx, der „Kritik der politischen Ökonomie“ (so der Untertitel seines Hauptwerkes „Das Kapital“),[1] war ohnehin schon bald nach seinem Ableben kein historisch-materialistischer Staat mehr zu machen. Keiner wollte auf die „mit naturwissenschaftlicher Notwendigkeit“ automatisch prophezeite Revolution warten. Das richtige kulturbolschewistische Bewußtsein gilt es seitdem auszubreiten, um den (neo) marxistischen Kadern die Macht zu erobern und/oder zu erhalten. Die Psychologie hat die Bedeutung der Ökonomie völlig verdrängt, aus Determinismus wurde Voluntarismus.

Bereits Lenin und Trotzki wollten nicht mehr auf die Revolution warten, sondern führten sie willentlich herbei. [Anm. der VS Red.: Zu diesem Thema empfehlen wir Curzio Malaparte. Technik des Staatsstreichs]

Auch Antonio Gramsci, der von Mussolini inhaftierte italienische Kommunistenführer und Vorgänger Togliattis, erkannte aus seinem eigenen Scheitern Anfang der 1920er Jahre, daß eigentlich das Bewußtsein das gesellschaftliche Sein prägt und nicht das materielle Sein das Bewußtsein. Gemäß diesem ehemaligen italienischen Kommunistenführer, der sich mit dem historisch-materialistisch unfaßbaren Tatbestand konfrontiert, daß nach dem 1. Weltkrieg die Faschisten unter Mussolini und nicht seine Marxisten mit ihrem „wissenschaftlichen Sozialismus“ die Macht in Italien errangen, sollte nun der Kampf um die kulturelle Hegemonie gewonnen werden.[2] Diesem Gedanken folgen nun getreulich alle Neomarxisten. Gepflegt wird „nur“ mehr der Kulturbolschewismus mit seiner haßerfüllten Sucht, alle gewachsenen Identitäten zu zersetzen und zu zerstören.

Gramscis kulturelle Hegemonie.

Gramscis Analyse, daß die Herrschaft über die Geister die eigentliche Wurzel der Macht sei,[3] also nicht mit Marx das materialistische Sein das Bewußtsein, sondern quasi idealistisch das Bewußtsein das Sein gestaltet, übernahm auch Mao Tsetung. In weiterer Folge sprach und handelte der chinesische Oberkommunist nach dem Motto: „Alle Macht kommt aus dem Lauf der Gewehre“ und deshalb „kommandiert die Partei die Gewehre“. In seinem roten Buch stand zu lesen:[4] „Sobald die richtigen Ideen (…) von den Massen beherrscht werden, werden sie zur materiellen Gewalt“. Nicht umsonst verstanden sich die neomarxistischen „68er“ als fleißige Adepten von Gramsci und Mao, ohne dies im „langen Marsch durch die Institutionen“ völlig zu vergessen.

Ähnlich ging das ursprünglich von Max Horkheimer geleitete Frankfurter Institut für Sozialforschung in der Zwischenkriegszeit mit ihrem Organ, der Zeitschrift für Sozialforschung, vor. Als „Frankfurter Schule“ stellt sie eine von mehreren Weiterentwicklungen des Marxismus dar, übersiedelte nach 1933 nach Genf, Paris, New York und Los Angeles, wurde von Horkheimer, 1943-49 Direktor der wissenschaftlichen Abteilung des „American Jewish Committee“ (vom American Jewish Congress, von der Anti-Defamation-League der B’nai B’rith und vom Jewish Labor Committee mitfinanziert) und von Theodor Wiesengrund Adorno 1950 in Frankfurt am Main wiedergegründet und gelangte in der „68er-Bewegung“ zur Blüte.[5]

Die kritische Theorie. Ihre geistigen Väter, wie Max Horkheimer, Theodor Wiesengrund Adorno oder Herbert Marcuse, bereiteten während des Zweiten Weltkriegs in den USA die Umerziehung der Deutschen vor. In der Folge von 1945 nach Frankfurt zurückgekehrt, setzten sie dieses Programm offiziell wie inoffiziell um.[6] Die vorher geltenden idealistischen Tugenden wie Pflichtbewußtsein, Uneigennützigkeit, Bereitschaft zum Dienen und Opfergeist wurden beseitigt. Die Ergebnisse dieser Entwicklung sind heute überall zu beobachten. Nicht übersehen soll aber dabei werden, daß die neomarxistischen Frankfurter ursprünglich nicht nur aus den USA reimportiert wurden, sondern dort gleichfalls eigene Wurzeln schlugen. Teilweise fielen die alt- wie neumarxistischen Bestrebungen in den 1950er Jahren der Verfolgung „unamerikanischer Umtriebe“ der McCarthy-Ära zum Opfer, um in Europa zu „überwintern“ und dann wieder im „liberalen“ Amerika der Kennedy-Ära neu aufzuerstehen. Auch ihre heute wichtigste Waffe, die „political correctness“, blickt auf eine transatlantische „Kulturdrift“ zurück.[7] Seit dem langen Marsch der „68er“ durch die Institutionen wirken diese Neomarxisten nachhaltig im Parteien-, Universitäts- und Medienwesen. Auch Herrn Jan Philipp Reemtsmas Hamburger „Institut für Sozialforschung“ beruft sich ausdrücklich auf das Frankfurter Vorbild.

Sich selbst nennt die Frankfurter Schule auch gerne „kritische Gesellschaftstheorie“, bereits eine Kampfansage inkludierend, denn damit scheinen Vertreter anderer Gesellschaftsvorstellungen als „unkritisch“. Ähnlich titulierten sich schon die Altmarxisten als „wissenschaftlicher Sozialisten“, wodurch suggeriert werden sollte, daß andere Sozialismen oder generell alle nicht ihre Ansichten Teilenden „unwissenschaftlich“ vorgingen. Nicht umsonst machte sich schon Karl Marx[8] unter dem Titel „Das Elend der Philosophie“ über Proudhons „Philosophie des Elends“[9] lustig. Die Vertreter der neomarxistischen Schule versuchten die politische Ökonomie von Marx mit der Psychoanalyse von Freud zu einer Kritik der kapitalistischen Gesellschaft zu verbinden.[10]

Das Leiden an der industriellen Entfremdung. Die gramscistischen Neomarxisten teilen mit der Frankfurter „Kritischen Theorie“ die pauschale Verdächtigung der Technik.[11] Denn die Technik steht im Dienst des „Klassenfeindes“, der „kapitalistischen“ Wirtschaft oder des „imperialistischen“ Militärs. Vor allem in Kontinentaleuropa hat dies den fatalen Effekt, daß nach den Zeiten des „Wirtschaftswunders“ Europa immer mehr hinter den USA nachzuhinken beginnt.[12] Ein guter Teil der „Ökologiebewegung“ ist dieser gramscistischen Strategie auf den Leim gegangen. Mit dem heutigen „Menschenmaterial“ und seiner Psychologie ist kein Topf mehr zu gewinnen. Der technologische Niveauverlust geht mit einer statistisch kaum mehr zu beschönigenden Stagnation und sogar mit dem Rückgang des Lebensstandards einher. Allein der „Vorhurt der Arbeiterklasse“ war die tatsächliche Hebung der Lebensumstände ihrer arrogierten Schützlinge noch nie ein zentrales Anliegen.

Typisch auch für die Frankfurter Schule ist das Leiden an der industriellen Entfremdung. Mit dieser schon im Altmarxismus konstatierten Entfremdung knüpfen die Frankfurter recht „orthodox“ am bereits Existierenden an, doch fehlt ihnen die optimistische Gewißheit des „naturwissenschaftlich notwendigen“ Geschichtsablaufes. Sie sind betroffener, empfindsamer, mitleidender und voluntativer: Während Marx eine „mit naturwissenschaftlicher Notwendigkeit“ vor sich gehende Geschichtsentwicklung postulierte, die bekanntlich in den Endkommunismus und die „freie Assoziation der Individuen“ als geschichtlichem Endstadium münden sollte, ist den Neomarxisten die Geschichte offener und fordert mehr Engagement.

Jürgen Habermas postuliert in „Erkenntnis und Interesse“,[13] daß es keine „objektive Erkenntnis“ gibt, sondern daß das jeweilige theoretische und praktische Erkenntnisinteresse den Aspekt bestimmt, unter dem die Wirklichkeit objektiviert und Forschung und Organisation zugänglich gemacht werden (eine bereits altmarxistische und nur wiederholte Ansicht). Damit entzieht der Nachfolger Horkheimers und Adornos am Frankfurter neomarxistischen Institut allen Ansichten jeglicher wissenschaftlichen Überprüfung, auch die seiner eigenen „Kritischen Theorie“. Es gibt demnach nur interessengeleitete Auffassungen und Erkenntnisse, aber keine Neutralität oder wissenschaftliche „Objektivität“. Subjektivismus und Willkürlichkeit werden zur erklärten Methode des Neomarxismus.

Die Opfer. Mit der kulturbolschewistischen ,,68er-Bewegung“ kommt auch ihre heute wichtigste Waffe, die „political correctness“ (kurz pc oder PC genannt), aus den USA. Ihr Hebel ist eine neue „Moralphilosophie“, das Bewußtsein mitleidender Betroffenheit. Aus ihr entwickelt sie sogar eine eigene Linguistik, das „politisch korrekte“ Neusprech Orwellschen Zuschnitts. Die „politische Korrektheit“ oder PC ist zum Synonym für das „richtige Bewußtsein“ geworden, natürlich für das marxistische. Politisch korrekt waren zunächst am amerikanischen Campus die Forderungen einiger militanter Minderheiten, die um ein Ende ihrer „Diskriminierung“ kämpften. Eine lockere Koalition von Minderheiten verband sich durch ihr Selbstverständnis und Gefühl, Opfer zu sein: Schwarze, Indianer, Hispanics, Homosexuelle, HIV-Positive und Feministen (ungefragt gleich im Namen aller Frauen). Der alte ökonomische Klassenkampf ist tot, es lebe der neue ethnisch-kulturelle!

Die „Opfergruppen“ der tatsächlich oder vermeintlich Diffamierten, Diskriminierten, Stigmatisierten, Marginalisierten, Deklassierten, Degradierten, Gekränkten, Ausgegrenzten und Unterdrückten waren aber inhaltlich wie zahlenmäßig beschränkt. Andere Gruppen, die sich subjektiv mit Recht „viktimisiert“, zu Opfern gemacht sehen durften, blieben nämlich ausgeschlossen, etwa Juden, Pädophile, Raucher, Creationisten oder Scientologen. Obwohl viel mehr Menschen jedes Jahr an Brustkrebs, Herzinfarkt und anderen Krankheiten als Aids sterben, genießt nur Aids den Vorzugsstatus, „politisch korrekt“ zu sein – vor allem wegen des Aktivismus, den es unter Homosexuellen ausgelöst hat.

Die Täter. Wo es Opfer gibt, muß es natürlich auch Täter gegeben. Gefunden wurden sie im weißen, heterosexuellen, „phallokratischen“, patriarchalischen Mann! Nicht nur der lebende, nein vor allem der tote weiße heterosexuelle Mann trägt an allem Schuld: Goethe, Darwin, Tolstoj… – Schuld an der als unterdrückend empfundenen europäischen Kulturhegemonie. Wie lautete der Slogan: „He, he, ho, ho, Western culture’s got to go!“ Zwar weder sonderlich sensibel noch intellektuell, aber unmißverständlich: Destruktion geht allemal vor Konstruktion.[14] Wehleidig wird nur reagiert, wenn man den Spieß umdreht und aus dem Gesagten den Rückschluß zieht, daß die PC von Haus aus kulturfeindlich, stupide und schwachsinnig ist, weswegen das heute politisch Inkorrekte den definitiven Ausweis wahrer Kultur darstellt.

Am erfolgreichsten ist die kulturbolschewistische Strategie, die Gutwilligen laufend für die Gleichheit zu „sensibilisieren“. Die „Schweigespirale“ des durch Isolationsangst hervorgerufenen Konformitätsdrucks bestimmt das öffentliche Verhalten des „mündigen“ Bürgers und führt aufgrund seines Konsonanzstrebens allmählich zu sozial selektiven Wahrnehmungs- und Beeinflussungsprozessen.[15] Die schwammige „Betroffenheit“ fördert die Untertanenmentalität im Dienste des Neomarxismus. Wer „dazu gehören“, Karriere machen, am Laufenden bleiben und nicht von gestern sein will, verinnerlicht die kulturbolschewistische PC. Das inhärente Entwicklungspotential der PC sorgt selbsttätig für die „dialektische“ Anpassung je nach aktueller Phase des „revolutionären Bewußtseins“.

Zivilisatorischer Kahlschlag. Der eigentliche Zweck der Übung ist der zivilisatorische Kahlschlag aller sinnvermittelnden Identitäten. Der ressentimentgeladene Kulturbolschewismus hat zwar das allgemeine Meinungsklima und die politische „Mitte“ nach links verrückt, aber in keinerlei Weise dem Kapitalismus geschadet. Er brachte nicht den geringsten revolutionären Umschwung in den Besitzverhältnissen der Produktionsfaktoren, sondern hat das wirtschaftsliberale Großkapital sogar noch gefördert. Von der Zersetzung der gewachsenen Kulturen profitieren nämlich real die multinationalen Konzerne mit mehrheitlichem Sitz in den USA als die Betreiber und Nutznießer der globalen Egalität. Die 68er-Sozialisten erweisen sich als nützliche Idioten der Kapitalisten.[16] Die „Tabubrecher“ suchten sich einen geltungssüchtigen und haßzerfressenen Neurotiker als Galionsfigur,[17] um selbst in einem neurotischen Ideologismus zu landen.[18] Falsche Therapien rächen sich.

(von Wolfgang Caspart)


[1] Marx, Karl: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. In: Karl Marx und Friedrich Engels, Werke. Band XXIII/XXIV. Herausgegeben vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED. Berlin 1977.

[2] Gramsci, Antonio: Philosophie der Praxis. Herausgegeben und übersetzt von Christian Richers mit einem Vorwort von Wolfgang Abendroth. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1967.

[3] Gramsci, Antonio: Zu Politik, Geschichte und Kultur. Ausgewählte Schriften. Aus dem Italienischen herausgegeben von Guido Zamis. Übersetzt von Maria-Louise Döring u.a. Philipp Reclam Verlag, Leipzig 1980.

[4] Zimmer, Dieter E.: Deutsch und die Sprache im Modernisierungsfieber. Rororo Taschenbuchverlag, Reinbek bei Hamburg 1998, S. 108.

[5] Brockhaus Enzyklopädie, 10. Band, 1989,5 245.

[6] Kosiek, Rolf: Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2001.

[7] Caspart, Wolfgang: Der Marxismus. Von der Weltrevolution zur Politischen Korrektheit. Eckartschrift 165. Österreichische Landsmannschaft, Wien 2003 S. 52 f.

[8] Marx, Karl: Misère de la Philosophie. Résponse a la Philosophie de la misère de M. Proudhon. (Deutsch: “Das Elend der Philosophie. Antwort auf Herrn Proudhons Philosophie des Elends“). Karl Marx und Friedrich Engels, Werke, Band IV. Herausgegeben vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED. Berlin 1972.

[9] Proudhon, Pierre-Joseph: Système des contradictions économiques, ou philosophie de la misère (Deutsch: „System der ökonomischen Widersprüche oder Philosophie des Elends“). Deutsch bearbeitet von Karl Grün. Neudruck. Scientia Verlag, Aalen 1967.

[10] Wiedemann, Uwe: Philex. Lexikon der Philosophie. http://www.phillex.de/frankf-m.htm, 2002.

[11] Steinbuch, Karl (Herausgeber): Diese verdammte Technik. Tatsachen gegen Demagogie. Mit Beiträgen von Hans-Herrmann Cramer u.a.. Herbig Verlag, München 1980.

[12] Geiss, Friedrich: Nichts mehr los mit den Deutschen. Eine Bilanz mit Perspektiven. Rasch und Röhring Verlag, Hamburg 1998.

[13] Habermas, Jürgen: Erkenntnis und Interesse. Verlag Suhrkamp, Frankfurt am Main 1968.

[14] Bezeichnende Einblicke in Claus-M. Wolfschlag (Herausgeber): Bye-bye ’68. Renegaten der Linken, APO-Abweichler und allerlei Querdenker berichten. Leopold Stocker Verlag. Graz 1998.

[15] Noelle-Neumann, Elisabeth: Die Schweigespirale. Öffentliche Meinung – unsere soziale Haut. 6., erweiterte Neuauflage. Langen Müller Verlag, München 2001.

[16] Caspart, Wolfgang: Der Marxismus. Von der Weltrevolution zur Politischen Korrektheit. Eckartschrift 165. Österreichische Landsmannschaft, Wien 2003 S. 85 ff.

[17] Künli, Arnold: Karl Marx. Eine Psychographie. Europaverlag, Wien 1966.

[18] Caspart, Wolfgang: Psychologie und Menschenrechte: Ideologiebildung als induzierte, noogene Reduktionsneurose. In: Erwin Riefler (Herausgeber): Popper und die Menschenrechte. Peter Lang Verlag, Frankfurt a. M. 2007, S. 29-39.