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Andakowa – als „Zecke“ bei einer angeblichen „Nazi“-Demo

„Zu Meinungsfreiheit rufen ausgerechnet die auf, die keine andere Meinung dulden“, hieß es gestern Abend im RBB Fernsehen. Damit wurden vermutlich alle Bürger, die am 26.10.2013 am Demonstrationszug in Marzahn-Hellersdorf von Berlin teilnahmen oder ihn befürworteten, öffentlich verleumdet. Angenommen, der Reporter begründet seine Falschaussage mit Unwissenheit, so bliebe es noch beim möglichen Straftatbestand der öffentlich verbreiteten „üblen Nachrede“, die nicht ganz so harte Konsequenzen für ihn hätte. Nach § 186 StGB heißt es:

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Ich wüsste zu gerne, was der Beamte (links im Bild) dachte, als er mich sah… 😀

Entgegen den Behauptungen von diversen Radio-/ TV-Sendern, Printmedien und Internetseiten, traf ich als Undercover-Zecke bei der gestrigen Demo NICHT auf gewaltbereite „Nazis“, „typische NPDler“ oder andere NS-Fahnen schwenkende „Rechtsextremisten“. Ich hab nur BRD-Fahnen gesehen – Parteifahnen gab es keine einzige, da die Veranstalter bereits im Vorfeld klargemacht hatten, dass jeder willkommen sei, dem es um die Meinungsfreiheit systemkritischer Bürger und nicht um Parteiwerbung oder andere unnötige Provokationen ginge. Die einzigen „Ewiggestrigen“ waren die, die wieder mal „gegen Nazis“ mobil machten. Die angeblichen „Nazis“ hingegen sprachen von den Problemen der Gegenwart und machten sich stark für eine gerechtere Zukunft.

Ich traf auf entschlossene Unterstützer einer Bürgerinitiative, die neben stillem Protest bei patriotischer und systemkritischer Musik – (von Balladen, Rock, über Hip Hop bis Pop war alles dabei) – zwischendurch auch lautstark Ihre Meinung zu den Problemen mit dem dortigen Asylantenheim vertraten. Mussten sie ja, weil ihnen sonst niemand zuhört. 😉

Da aber die Marschroute von antideutschen Extremisten und desinformierten Mitläufern blockiert wurde, konnten sich leider nicht viele Menschen ein eigenes Bild über die Demonstranten machen. „Kinderarmut – Altersarmut – aber für Flüchtlinge seien immer Gelder da“; „Genug sei Genug“ und dass es „zu wenig KITAs und Jugendclubs“ gäbe, sind nur wenige von vielen Argumenten, die die Demonstranten gern auch vor größerem Publikum und vorallem verantwortlichen Politikern vorbringen wollten. Gegenargumente hätten ebenfalls Gehör gefunden, auch wenn gewisse Pressevertreter öffentlich das Gegenteil behaupten, um u. a. unbequeme Wahrheiten im Keim zu ersticken.

Kurzer Rückblick: Auf meinem Weg an die „Quelle“ der Veranstaltung begegnete ich nicht nur kreischenden Deutschlandhassern, die „Nie wieder Deutschland“, „Deutschland verrecke“ und „Deutsche raus aus Deutschland“ plärrten, sondern auch pseudo-antifaschistischen Spaß-Aktivisten, neugierigen Anwohnern und etlichen Polizeibeamten, die vermutlich für RECHT und Ordnung sorgen sollten. Obwohl ich nicht kriminell – eher „wie ein durchschnittlich gepflegter Punk“ – aussah, wurde ich mehrfach gestoppt, nach einem Presseausweis gefragt und hinter die Absperrung verwiesen. Haben die mich etwa aufgrund meines Aussehens in eine Schublade gesteckt? Oder hatten sie Angst um mich? Immerhin wollten sie mir weismachen, dass es „in Richtung der Demonstranten viel zu gefährlich“ für mich wäre und ich sofort aus dem „Gefahrenbereich“ müsse. Süß…

Sind wir mal ehrlich… Was soll ich hinter der Absperrung bei wirklich gefährlichen Möchtegern-Antifaschisten, die – wie im Faschismus (laut Geschichtsbüchern) üblich – die Meinungsfreiheit und Weltbilder anderer Menschen unterdrücken und diese am liebsten tot, für immer weggesperrt oder zumindest ‚aus dem Land gejagt‘ sehen wollen?! Nee – mein Platz ist nicht bei asozialen Heuchlern, aggressiven Hetzern und feigen Mitläufern, die diese auch noch unterstützen, nur weil sie Angst haben, irgendwann selbst am Pranger zu stehen.

Ich ging meinen Weg lieber allein weiter und folgte der Musik, die mir irgendwie bekannt vorkam. (Dezenter Hinweis: Ein neues Lied gibt es in Kürze!) 😉 Ich bin im Laufe des Tages sogar einmal quer durch das demonstrierende „rechte Bündnis“ gelaufen und wurde weder angepöbelt, noch zusammengetreten! Irritiert habe ich ein paar wenige; die Blicke sprachen Bände; aber wären das wirklich „Nazis“ gewesen, die die Gegendemonstranten ja „unbedingt stoppen mussten“, wäre ich da nicht mehr heil rausgekommen! Man darf nicht vergessen, dass ich als erfolgreich getarnte „Zecke“ und nicht als „Dee Ex“ dort war.

Kommen wir zum wichtigsten Teil des Tages: Die persönlichen Gespräche mit Anwohnern, die das Treiben von ihren Wohnungen aus an den Fenstern und zum Teil sogar von der Straße aus beobachteten. Eine kleine Statistik: 20 von 100 Anwohnern haben nicht gewusst, worum es geht. Sie waren vermutlich zu alt oder wollten sich nicht dazu äußern. 5 von 100 wollten erst gar nicht mit mir sprechen und 5 von 100 wollten von beiden Seiten (Demonstranten und Gegendemonstranten) nichts hören, weil die „nerven; den Steuerzahler unnötig Geld kosten und lieber rumschreien, anstatt sich vernünftig zu unterhalten“. 20 von 100 Anwohnern schlossen sich dem Menschenzug an und die restlichen 50 von 100 fanden es „unmöglich, dass die linken Chaoten den Demonstranten den Mund verbieten wollen“.

Auf meine Frage, warum sie sich der Demo für Meinungsfreiheit nicht anschließen, bekam ich beinahe identische Antworten: Sie hätten „zuviel Angst“, sich den in der Presse als „Rechtsextremisten“ und „NPD-Anhänger“ gebrandmarkten Bürgern anzuschließen, weil sie ja „hier leben müssen“ und die „Linken dann ihre Gesichter kennen“. „Die“ seien in Wirklichkeit „immer die, die Stress machen“ und man würde dann auch „auf einer ihrer Listen“ stehen und „nicht mehr in Ruhe leben können“. Hab sie natürlich aufgeklärt, dass die nicht „links“, sondern „antideutsch“ sind und nicht ganz so viel Glück beim Denken haben wie andere. Ist es nicht traurig, wie weit es inzwischen gekommen ist? Und da soll mir keiner erzählen, ich hätte mich nur mit deutsch-deutschen Anwohnern unterhalten. Ich suchte mir die Gesprächspartner nicht nach ihrer Nationalität aus. Auch russische und polnische Mitbürger fühlen sich von der „Antifa“ mehr belästigt und bedroht als von den angeblichen „Rechten“, die „eigentlich sogar Recht haben“, wenn sie für ihre Meinungsfreiheit auf die Straße gehen.

Ich habe natürlich nicht nur mit Anwohnern, sondern – neugierig wie ich nunmal bin – auch mit Polizisten, anderen Journalisten und Demonstrationsgegnern gesprochen. Die Journalisten waren „echte Profis“: Rein „in den Gefahrenbereich“ – schnell eine Aufnahme gemacht und noch schneller wieder zurück hinter die Absperrung. Nur einer hat auf die Liedtexte der über die Lautsprecher schallenden Lieder geachtet, aber keiner hat den Demonstranten ernstgemeinte Fragen gestellt oder ihnen vorurteilsfrei zugehört. Auch die Anwohner wurden weitestgehend ignoriert.

Soviel zum Thema „freie“ Presse. Die Demogegner waren dank dieser nämlich allesamt der Meinung, sie würden „Nazis“ blockieren und wären mit allen Beleidigungen und Hetzparolen gegen die Demonstranten im Recht. Durch die Unterstützung „demokratischer“ Parteien, die ebenfalls zu den Blockaden aufriefen, fühlten sie sich in ihrem Wahn bestärkt und dachten nicht einmal daran, sich eine eigene Meinung bilden zu wollen. Traurig, aber wahr.

Der ein oder andere Beamte würde mir seine „menschliche Meinung zum Geschehen“ gern „bei nem gemeinsamen Bierchen in der Kneipe“ erzählen. Für den Moment seien sie aber durchweg „beruflich vorort“ und „dürften sich leider nicht dazu äußern“. Es haben sich fast alle daran gehalten. 😉 Interessant fand ich die Reaktionen auf meine Streifzüge im angeblichen „Gefahrenbereich“, für den man eigentlich nur Zutritt erteilt bekommt, wenn man Anwohner ist, einen Presseausweis oder die Zugehörigkeit zu den Demonstranten vorweisen kann. Letzteres sei – laut Zeugenaussagen – eine Farce, denn etliche Demonstranten, die an dem Marsch teilnehmen wollten, seien bereits an diversen U- und S-Bahnhöfen gestoppt und nicht durchgelassen worden.

Ich kann diese Aussagen zwar nicht bestätigen, aber zumindest aus eigener Erfahrung berichten, dass es für mich – als „Zecke“ getarnte Neugierde – verdammt schwer war, an die Demonstration heranzukommen. An beinahe jeder Absperrung wurde ich von gepanzerten Einsatzkräften gefragt, „welchem Spektrum ich angehöre“, „welchem man mich zuordnen kann“, „was ich da will“ und „ob ich irgendwelche gefährlichen Dinge mit mir führen würde“. Klar machen die nur ihre Arbeit. Aber der Tag wäre sicherlich anders ausgegangen, wenn ein verantwortlicher Polizist nicht schon im Vorhinein die Route an die – im wahrsten Sinne des Wortes – „linke“ Presse verraten hätte.

Mir kam die Blockade demnach einen Moment lang „staatlich gewollt“ und inszeniert vor. Auch der Standpunkt der blockierten Demonstranten war ziemlich „praktisch“, da man von Außen nicht sehen konnte, wer da überhaupt demonstrieren will. Ich bekam den Eindruck, dass beide Seiten (Nazijäger + Mitläufer sowie Gejagte) bewusst auf Distanz gehalten wurden. Sie konnten beide vernehmen, dass hinter der Kurve jemand war – sie konnten einander aber nicht sehen oder verstehen.

Ich muss an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass das – auch wenn ein einzelner NPD-Vertreter und ein (im TV gezeigter) unbekannter Mann mit einer Bomberjacke teilnahmen – keine NPD-Veranstaltung war und somit alle anwesenden „Gegner“, die den Lügen in der Presse geglaubt haben, meiner Meinung nach benutzt worden sein könnten, um die „Demonstration für die Meinungsfreiheit“ zu stoppen oder gar aufzulösen. Lediglich die Anwohner der Straße, in der die Unterstützer der Bürgerinitiative eineinhalb Stunden lang verweilten, konnten sich davon überzeugen, dass dort KEINE „Nazis“ standen, die NS-Flaggen schwenkten und stupiden Ausländerhass propagierten. Ich wiederhole mich ausnahmsweise gern:

Die einzigen „Ewiggestrigen“ waren die, die gestern wieder „gegen Nazis“ mobil machten. Die angeblichen „Nazis“ hingegen sprachen von den Problemen der Gegenwart und machten sich für eine gerechtere Zukunft stark.

Ich finde es enttäuschend und beschämend für eine angeblich so „tolerante Gesellschaft“, dass sie nicht die Möglichkeit bekamen, ihre kritische Haltung zu den immer mehr werdenden Asylantenheimen, mit Argumenten zu erklären. Eine für alle anwesenden Menschen (Befürworter und Gegner des Heims) geplante Kundgebung mit einem „offenen Mikrofon“, sprich mit der Möglichkeit für ALLE, die Probleme in einer öffentlichen Debatte auszudiskutieren, blieb leider aus. Wie soll die zunehmend antideutsche Politik jemals für Ruhe und Frieden sorgen können, wenn sie sich einseitig positioniert; damit Missverständnisse, Unmut, Zorn und sogar Hass in einer uneinigen Gesellschaft schürt, anstatt dem Ganzen deeskalierend entgegen zu wirken?

Fazit: Ich habe mir ein eigenes Bild machen können und denke, dass ich eine mögliche weitere Demonstration wieder prüfend besuchen würde.

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Pannen oder vorsätzlicher Wahlbetrug, der nur durch Zufall entdeckt wurde?

Da „nur 4 Pannen“ bekannt wurden – wieviele „Pannen“ gab es dann insgesamt, bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl am letzten Wochenende? Fragen über Fragen und eine immer wiederkehrende dumme Antwort: …Sicherlich alles nur „unglückliche Einzelfälle“… *hust*

  • Am Dienstag musste das Wahlergebnis in einem Lichtenberger Stimmbezirk korrigiert werden. Dort wurden die Ergebnisse von Grünen und Linken vertauscht, was zur Folge hatte, dass die Linke das Direktmandat erhielt und nicht, wie zunächst verkündet, die SPD.
  • Bei einem Viertel der Wahllokale in Reinickendorf hatte es – laut Berliner Morgenpost – bei den Meldungen der Wahlergebnisse erhebliche Ungereimtheiten gegeben. Das Computersystem hätte wegen der unschlüssigen Daten verrückt gespielt. Teilweise sind aus den Wahllokalen mehr Stimmen gemeldet worden, als es Wahlberechtigte gegeben hat.
  • Nach Angaben eines Bezirkswahlleiters in Marzahn-Hellersdorf hat die Kontrolle der dortigen Stimmzettel zwar Fehler ergeben, diese seien aber nicht entscheidend für die Mehrheitsverhältnisse. Geile Aussage!! Fehler sind Fehler – die darf man nicht einfach so hinnehmen, nur weil man möglicherweise mit dem Ergebnis zufrieden ist!!
  • Am Mittwoch wurde bekannt, dass im Bezirk Steglitz-Zehlendorf am Wahltag knapp 400 Briefwahl-Unterlagen in einer Mülltonne in Lichterfelde gefunden wurden. Die Wahlzettel wurden einfach entsorgt, anstatt sie auszuzählen. Irre, nicht wahr?Nach rbb-Informationen handelte es sich um bereits ausgefüllte Papiere. Sie wären auf dem Weg vom Wahlamt im Rathaus Zehlendorf zur Zählstelle verschwunden. Wie es dazu kam, sei noch unklar, weil ja ein so „offensichtlicher Betrugsfall“ in der rot-rot-grün-dominierten Bundeshauptstadt schließlich nur ein „Versehen“ gewesen sein kann. 😉

In der Berliner Morgenpost kann man u. a. lesen: Weiterlesen