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„Ich strebe an: die Macht der Liebe, die uns die Freiheit offenbart“

„Der Kern aller Probleme in unserer Welt ist das Geldsystem, welches einen unendlichen Schuldensog erzeugt und uns zwingt alle Entscheidungen und Handlungen in unserem Leben nach finanziellem Profit auszurichten. Dadurch verschwenden wir (bewusst und unbewusst) einen großen Teil unserer Energie mit selbstsüchtigem, korruptem Verhalten, anstatt in Freiheit die gemeinsame Entfaltung der Menschheit im Einklang mit der Natur genießen zu können. Politik, Religion und andere Gesetze sind niemals eine Möglichkeit, um gesellschaftliche Probleme zu lösen oder einen Wechsel herbeizuführen. Sie sind nur ein Symptom der korrupten Profit-Struktur des Kapitalismus.“

Einleitung: „Unsere Gesellschaft ist strukturiert und kontrolliert von Organisationen. Politische Organisationen, Wirtschaftsorganisationen, Religiöse Organisationen, Soziale Organisationen, Internationale…, Nationale…, Regionale… In diese Struktur werden wir hineingeboren und konditioniert. Das ist unsere Realität und diese Realität wird nicht angezweifelt. Das größte Problem an der Sache ist das Geldsystem, die Finanz-Organisationen, die am allerwenigsten angezweifelt und durchschaut werden. Unser Wirtschafssystem ist scheinbar grundlegend notwendig für unseren alltäglichen Wohlstand und es scheint undenkbar, dass genau dieses System die Ursache für die immer weiter zunehmende weltweite Verarmung und Versklavung ist. Und selbst heute, wo jeder selber erlebt wie das System voll von korrupter Gier unsere gesamte Gesellschaft bestimmt, werden doch solche Erkenntnisse und Gedanken ganz schnell wieder verdrängt. In einer Welt, wo 1% der Welt-Bevölkerung 40% aller Einkünfte kassiert, in einer Welt wo jeden Tag 3400 Kinder aufgrund von Armut und vermeidbaren Krankheiten sterben und 50% der Weltbevölkerung von einem Einkommen unter 2 Dollar pro Tag leben muss, ist eines klar: Etwas läuft sehr schief in diesem System!“

Zeitgeist:

Endgame:

Was auch immer auf uns zukommt:

Ich strebe an die Macht der Liebe, die uns die Freiheit offenbart;
Ich geb mich hin dem freien Triebe, wodurch ich Wurm geliebet ward;
Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken.

Für Dich sei ganz mein Herz und Leben, Für die Freiheit, und all mein Gut!
Für Dich hast Du mir’s nur gegeben; In Dir es nur und selig ruht.
Hersteller meines schweren Falles, Für Dich sei ewig Herz und alles!

Ich liebt und lebte recht im Zwange, Als ich noch lebte ohne Dich;
Ich wollte Dich nicht, ach so lange, Doch liebest Du und suchtest mich,
Mich böses Kind aus bösem Samen, Im hohen, holden Jesusnamen.

Des Mutterherzens tiefste Triebe – In diesem Namen öffnen sich;
Ein Brunn der Freude, Fried und Liebe – Quillt nun so nah, so mildiglich.
Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte! – sein Herz alsbald Dich lieben müßte.

Wie bist Du mir so zart gewogen, Wie verlangt Dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und tief gezogen, Neigt sich mein Alles auch zu Dir.
Du traute Liebe, als tapfres Wesen, Hast Du mich und ich Dich erlesen.

Ich fühls, Du bist’s, Dich muß ich haben, Ich fühls, ich muß für Dich nur sein;
Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, Mein Ruhplatz ist in Dir allein.
Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen; Drum folg ich Deinen selgen Zügen.

Ehr sei dem hohen Freiheitsnamen, In dem der Liebe Quell entspringt,
Von dem hier alle Bächlein kamen, Aus dem der Selgen Schar dort trinkt.
Wie beugen sie sich ohne Ende! – Wie falten sie die frohen Hände!

O Freiheit, daß Dein Name bliebe – Im Grunde tief gedrücket ein!
Möcht Deine süße Freiheitsliebe – In Herz und Sinn gepräget sein!
Im Wort, im Werk, in allem Wesen – Sei Wahrheit und sonst nichts zu lesen.


(Original-Text des Volksliedes „Ich bete an die Macht der Liebe“ von: Gerhard Tersteegen (1697-1769) – überliefert u. a.in: Vierzig Grabgesänge (1906) — Kriegsliederbuch für das Deutsche Heer (1914) — Weltkriegs-Liedersammlung (1926))